Danaher ändert seine Blickweise

US-Mischkonzern muss sich auf eine neue Marktsituation einstellen

Bild: Pressefoto Danaher

In vielen Branchen müssen sich Unternehmen darauf einstellen, dass zwischenzeitliche durch die Corona-Krise verursachte Nachfragehochs sich nun normalisieren und die schwächere Konjunktur einen zusätzlichen Belastungsfaktor darstellen.

Dies ist bei Danaher (WKN: 866197 / ISIN: US2358511028) anders. Allerdings hat der auf den Gesundheitssektor fokussierte US-Mischkonzern bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er mit schwierigen Marktbedingungen umgehen kann.

Feiner Unterschied

Wie gut Danaher dies im ersten Quartal des Geschäftsjahres gelungen ist, will das Unternehmen am 25. April im Rahmen der Präsentation der Ergebnisse zum ersten Quartal im Geschäftsjahr 2023 darlegen.

Analysten ging zuletzt im Schnitt von einem bereinigten Gewinn je Aktie in Höhe von 2,25 US-Dollar aus, nach 2,76 US-Dollar im Vorjahr. Auf der Umsatzseite wird mit einem Rückgang im Vorjahresvergleich um 8,7 Prozent auf 7,02 Mrd.US-Dollar gerechnet.

Das Unternehmen selbst hatte für das erste Quartal einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert, während die Erlöse im laufenden Gesamtjahr sogar im hohen einstelligen Bereich zulegen sollen. Die Vorhersagen sind jedoch nicht ganz miteinander vergleichbar.

Chancen erkennen

Danaher betrachtet bei seinen Prognosen nur die bereinigten Erlöse im „Kerngeschäft“. Vor allem die Einnahmen mit Produkten rund um Corona-bezogene Dienstleistungen wie COVID-19-Tests, die Impfstoffentwicklung oder Therapien haben sich als sehr volatil erwiesen. Nachdem die Pandemie nun in eine Endemie übergegangen ist dürften die Einnahmen auch geringer ausfallen, was wiederum die Erwartungen der Analysten mit sinkenden Erlösen erklärt.

Hinzu kommen die schwierige Konjunktur und die Inflation. Dies bietet aber auch Chancen. Schließlich ist die Holding auf der Suche nach wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmen aus dem US-Mittelstand, um sie zu übernehmen und diese danach mit dem eigens entwickelten Danaher-Business-System wieder profitabel zu machen. Infolge der jüngsten Marktturbulenzen dürfte die Zahl der Übernahmekandidaten gestiegen sein.

Mein Fazit

Während die Einnahmen rund um Corona bei Danaher für einiges an Volatilität gesorgt haben, hat der US-Konzern in der Vergangenheit gezeigt, dass er mit schwierigen Situationen umgehen und Anlegern gute Renditen bescheren kann. In den vergangenen Jahren erzielte die Danaher-Aktie eine durchschnittliche jährliche Rendite von mehr als 22 Prozent.

Als Alternative zu einem Direktinvestment in Danaher könnten Anleger einen Blick auf das Indexzertifikat auf den „Aktien für immer Index“ (WKN: DA0ABP / ISIN: DE000DA0ABP0) werfen. In diesem sind Aktien zu finden, sich über einen besonders langen Zeitraum bewährt haben und auch mit Blick auf einen langen Anlagehorizont das Potenzial mitbringen, positiv zu performen. Neben Danaher gehören zu diesen Titeln Apple, Microsoft, Nestlé oder Novo Nordisk.