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Man sollte nicht glauben, dass es den einen perfekten Indikator gibt. Viel wichtiger ist, dass man weiß, wie man Indikatoren erkennt und wie sie in weiterer Folge eingesetzt werden. Dabei geht es aber auch darum, nicht zu viele Indikatoren zu verwenden. Es ist eine Gratwanderung, die am Ende zwischen Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Der Gleitende Durchschnitt – Moving Averages

Der Gleitende Durchschnitt eines bestimmten Betrachtungszeitraums stellt immer den Durchschnitt des letzten Schlusskurses dar. Sind neue Kursstäbe durch den Schlusskurs beendet worden, so bewegt sich der Gleitende Durchschnitt weiter und wird den ältesten oder mitunter am weitesten zurückliegenden Schlusskurs eliminieren – nun wird der aktuellste Schlusskurs herangezogen. Dabei zeigt die Richtung der Durchschnittslinien den Trend an; der Raum zwischen Gleitendem Durchschnitt und Kurs markiert das Momentum.

Unterstützungen und Widerstand

Unterstützungs- und Widerstandslinien gehören zu den bekanntesten Hilfsmitteln im Bereich Daytrading. Dabei mag es sich zwar um keine klassischen Indikatoren handeln, jedoch ist das Konzept relativ einfach und funktioniert zudem auch ganz gut, sodass die Linien von den Daytradern nicht zur Gänze ignoriert werden sollten. Denn Widerstands- und auch Unterstützungslinien mutieren sehr wohl zu einem sehr wichtigen und mächtigen Werkzeug. Es werden Zonen im Chart des Assets verdeutlicht, bei denen der Kurs stockte – ging es bei 1.500 mehrmals nach unten, so ist das die Widerstandslinie. Ging es bei 1.450 ständig nach oben, so ist das die Unterstützungslinie.

Fibonacci Retracements

Bei den Fibonacci Retracements handelt es sich um ein ausgesprochen beliebtes Mittel im Swing- und auch Daytrading. Dabei dreht sich alles um die sogenannten Fibonacci-Zahlen des im Mittelalter lebenden Mathematikers und Erfinders. Die Zahlenreihe beginnt mit 0 und 1, wobei jede Fibonacci-Zahl gleich der Summe der beiden letzten Zahlen ist. Für Investoren und Trader sind Fibonacci Retracements durchaus interessant, da sie durchaus Wendepunkte im Kursverlust anzeigen. Man kann sich also, ähnlich wie bei den Unterstützungs- und Widerstandslinien, auf sogenannte Abpraller vorbereiten.

Der Trend

Dabei handelt es sich wohl um den bekanntesten Indikator unter Investoren und Trader, da dieser für fast alle Investments genutzt werden kann – die Rede ist vom Trend. Zu beachten ist, dass der Trend in drei Richtungen verlaufen kann – neutral (trendlos), Long (Aufwärtstrend) oder auch Short (Abwärtstrend).

RSI

Der Relative Strength Index (kurz: RSI) ist ein Tool, das die Schwäche oder Stärke des Finanzinstruments anzeigt. Dabei basiert die Berechnung immer auf den Schlusskursen einer im Vorfeld definierten Zeitperiode. Da es sich bei diesem Indikator um einen Momentum Oszillator handelt, wird die Stärke der jeweiligen Richtungsbewegung gemessen. Der Trader erkennt also, ob das Instrument überverkauft oder überkauft ist.

Pivot Points

Die sogenannten Pivot Points werden von institutionellen und auch privaten Tradern verwendet. Dabei handelt es sich ebenfalls um Widerstands- und Unterstützungslinien. Einmal geht es um den sogenannten Haupt-Pivot-Punkt, einmal noch um zwei weitere Widerstands- und Unterstützungslinien. Jene Punkte sollen am Ende den Wendepunkt markieren – also wann von bearish zu bullish oder umgekehrt gewechselt wird.

Donchian Channel

Er war der Pionier der Trendfolge – die Rede ist von Richard Donchian (1905 bis 1993). Er war es auch, der den Donchian Channel entwickelte. Dabei zeichnet der Donchian Channel das tiefste Tief und das höchste Hoch einer im Vorfeld definierten Zeitperiode auf. Es geht dabei um die Erfassung der Volatilität der einzelnen Kurse, wobei sehr ausgewogene Kursbewegungen immer zu einem sehr schmalen Channel führen, starke Kursschwankungen hingegen einen breiten Channel verursachen.

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