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Im Handelsblatt konnte ich diese Zeilen lesen: „Air-Berlin-Chef Winkelmann bleibt von der Insolvenz verschont. Sein Millionen-Gehalt wurde mit einer Bankgarantie abgesichert.“ Da war man erstmal baff.

Kunden haben Tickets gekauft, die sie nicht einlösen können, Air Berlin (WKN: AB1000 / ISIN: GB00B128C026) Mitarbeiter(innen) verlieren ihren Job – doch der Chef erleidet keinerlei Einbußen? Direkt im Geschäftsbericht von Air Berlin nachgeschaut. Und in der Tat, dort fand ich diese Angabe: „Um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft aus dem Dienstvertrag bis zum 31. Januar 2021 abzusichern, wurde eine unwiderrufliche Bankgarantie in Höhe von bis zu 4.500.000 EUR zugunsten von Herrn Winkelmann ausgestellt.“

 

Air-Berlin-Chart: boerse-frankfurt.de

Bankgarantie von bis zu 4,5 Mio. Euro

Für das Kalenderjahr 2017 habe er Anspruch auf einen „einmaligen, festen Mindestbonus von 400.000 EUR, der im Januar 2018 fällig wird“. Quelle: Geschäftsbericht Air Berlin 2016, Seite 76. Kompliment an das Handelsblatt, dies gesehen zu haben! Da hat jemand gut verhandelt, würde ich mal sagen. Im kleineren Kreis würde ich es auch anders ausdrücken. Nun, Vertrag ist Vertrag (obwohl ich nicht weiß, ob diese genannten Ansprüche auch in einem Insolvenzverfahren vollständig durchgesetzt werden können). Wann hat der CEO eigentlich seinen Job angetreten? Laut Geschäftsbericht von Air Berlin am 1. Februar 2017.

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.

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