Bildquelle: Pressefoto John F. Martin / Delphi Automotive

Viele deutsche Anleger denken beim Thema Autonomes Fahren an die immer gleichen Unternehmen. Egal ob die großen US-Player oder die heimischen Autobauer. Dagegen fährt der US-Riese Delphi Automotive (WKN: A1JPLB / ISIN: JE00B783TY65) meist unterhalb des (Anleger-)Radars. Ein Fehler wie eine aktuelle Übernahme wieder einmal zeigt.

Ein unbekannter Champion. So mancher Anleger kennt Delphi noch als Automobilzulieferer-Sparte von GM. Aber das ist lange her. Heute ist Delphi Automotive ein Hightech-Unternehmen, das Lösungen für mehr Sicherheit, Umweltschutz und Konnektivität für die Automobil- und Verkehrsindustrie integriert. Delphi ist in Gillingham, Großbritannien ansässig und betreibt Delphi Produktionsstätten und Kundenservice-Einrichtungen in 46 Ländern. Börsenhauptnotierung ist jedoch weiterhin an der Wall Street. Im Jahr 2016 hat der Konzern einen Umsatz von 16,6 Mrd. US-Dollar und einen Nettogewinn von 1,26 Mrd. US-Dollar erzielt. 2017 soll der Umsatz um 2,5 Prozent und der Gewinn je Aktie um 6,6 Prozent ansteigen.

Aufspaltung voraus. Wichtig zu wissen: Im März 2018 wird Delphi Automotive in zwei getrennte Unternehmen aufgeteilt. Unter dem Dach von Aptiv werden die Bereiche Elektronik & Sicherheit sowie Elektrische/Elektronische Architekturen vereint. Ziel des Unternehmens ist es, der weltweiten Automobil- und Mobilitätsindustrie das “Gehirn” und das “zentrale Nervensystem” des Fahrzeugs für die Kommerzialisierung neuer Mobilitätslösungen anzubieten. Die Delphi Technologies, zuständig für den Bereich Antriebsstrang, wird mit führenden Technologien und Software die Antriebssysteme der nächsten Generation für die Automobilindustrie verfügbar machen und sich dabei den Trend zur Elektrifizierung in der Branche zunutze machen.

Wichtige Übernahmen. Delphi Automotive versucht seit einiger Zeit seine führende Position im Bereich neue Mobilität auszubauen. Dazu gehörten zuletzt die Übernahmen von Ottomatika, einem Software-Spezialisten für Autonomes Fahren, und der Datendienstleister Control-Tec und Movimento. Nun findet mit der Übernahme von nuTonomy ein weiteres spannendes Unternehmen aus dem Bereich Unterschlupf bei Delphi Automotive. Der Kaufpreis beträgt 400 Mio. US-Dollar und sieht noch Earn-Outs in Höhe von 50 Mio. US-Dollar vor.

nuTonomy wurde 2013 am Bostoner MIT gegründet und kürzlich vom Weltwirtschaftsforum zum Technologiepionier ernannt. Das Unternehmen entwickelt eine proprietäre, komplette Softwarelösung für den globalen Markt für Mobility-on-demand. nuTonomy wird mehr als 100 Mitarbeiter, davon 70 Ingenieure und Wissenschaftler, zu Delphis bereits 100 Mann starkem Autonomes-Fahren-Team beisteuern, und Delphi gleichzeitig Zugang zu Neukunden und Märkten im gerade entstehenden Mobilitätsraum verschaffen.

Delphi-Automotive-Chart: boerse-frankfurt.de

FAZIT. Der Kursverlauf zeigt, dass zumindest die US-Anleger sehr gut verstanden haben, in welcher hervorragenden Position sich Delphi Automotive befindet. Ein 2017er KGV von 14,7 ist zudem keineswegs überzogen für ein so gut aufgestelltes Unternehmen mit über 26 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung. Ein Grund, warum auch deutsche Anleger dieses Unternehmen einmal auf das Radar nehmen sollten.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre markteinblicke.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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