Bildquelle: Pressefoto Jan Oelker / Nordex

Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monaten 2017 sprach das Management bei Nordex (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) davon, dass sich der Hamburger Windturbinenhersteller in einem schwierigen Umfeld behauptet hätte. Anleger sahen dies jedoch ganz anders.

Im zweiten Quartal hieß es noch, dass sich die Auftragslage nach einem schwachen Auftakt in das Jahr 2017 in der zweiten Jahreshälfte erholen würde. Im dritten Quartal war davon jedoch nichts zu sehen. Das Management musste einräumen, dass der Auftragseingang zwischen Juli und September unter den Erwartungen geblieben war. So lag das Neugeschäft nach neun Monaten mit 1,1 Mrd. Euro sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,2 Mrd. Euro.

Nordex-Chart: boerse-frankfurt.de

Im dritten Quartal schrumpften die Umsätze um 4,3 Prozent auf 818,3 Mio. Euro, so dass nun die Gesamtjahresprognose gesenkt werden musste. Nordex rechnet für 2017 mit Erlösen leicht unterhalb von 3,1 Mrd. Euro. Zuvor wollte man einen Wert zwischen 3,1 und 3,3 Mrd. Euro erreichen. Kurzfristig ist auch keine Erholung in Sicht. Viele Anleger dürften verärgert darauf reagiert haben, dass Nordex erst für 2019 eine sich wieder erholende Geschäftsentwicklung in Aussicht stellt.

FAZIT. Die Nordex-Aktie ist in diesem Jahr der mit Abstand größte Prügelknabe im TecDAX. Seit Jahresanfang 2017 ging es für das Papier um mehr als 60 Prozent in die Tiefe. Zwar wurde ein umfassendes Sparprogramm verabschiedet, allerdings ist die Gesamtmarktsituation alles andere als berauschend. Dies zeigt sich beim Blick auf Konkurrenten wie Siemens Gamesa und Vestas (WKN: 913769 / ISIN: DK0010268606). Wenn man also nicht gerade zu den mutigen Turnaround-Tradern oder Schnäppchenjägern gehört, sollten man im Fall der Nordex-Aktie erst einmal eine nachhaltige Bodenbildung abwarten, bevor man über einen Einstieg nachdenkt.

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