Bildquelle: Evotec AG

Evotec (WKN: 566480 / ISIN: DE0005664809) hat Anlegern in diesem Jahr sehr viel Freude bereitet. Zuletzt war jedoch der Wurm drin. Dabei kann die deutliche Abkühlung aber auch als Einstiegsmöglichkeit betrachtet werden.

Noch immer sieht das Kursplus, das die Evotec-Aktie, seit Anfang 2017 auf das Börsenparkett zaubern konnte, beeindruckend aus. Der Biotechnologiewert hat seinen Wert mehr als verdoppelt. Damit gehört Evotec zu den absoluten Top-Performern im TecDAX (WKN: 720327 / ISIN: DE0007203275). In den vergangenen Wochen mussten Anleger jedoch mitansehen, wie das Papier regelrecht abstürzte. Mit Gewinnmitnahmen nach einer vorherigen Kursrallye und einer gesunden Abkühlung sind die deutlichen Verluste nicht vollständig zu erklären. Es stellt sich nun die Frage, ob Evotec mithilfe neuer Meilensteinzahlungen und Forschungskooperationen mit großen Pharmaunternehmen eine neuerliche Euphorie entfachen kann.

Eine interessante Kooperation konnte Evotec bereits am 6. November bekannt geben. Das Unternehmen meldete die strategische Zusammenarbeit mit führenden akademischen Einrichtungen in Großbritannien und Italien im Bereich der Mikrofluidik-Technologie. Sie soll die Erforschung neuartiger Wirkstoffe zur Behandlung von Nierenerkrankungen vorantreiben. Während Evotec versucht, mit drei führenden akademischen Einrichtungen die Wirkstoffforschung für Nierenerkrankungen zu verbessern und zu beschleunigen, legte das Unternehmen zuletzt in Sachen Wachstum ebenfalls ein schnelles Tempo vor. Die hohen Kosten waren jedoch nicht jedermanns Sache, wie die Marktreaktionen auf die jüngsten Geschäftszahlen zeigen.

Laut Unternehmensangaben vom 8. November lagen die Umsatzerlöse zwischen Januar und September 2017 bei 170,9 Mio. Euro. Ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte jedoch nur um 15 Prozent auf 13,0 Mio. Euro. Im dritten Quartal wurde sogar ein Gewinnrückgang um 66 Prozent auf 2,9 Mio. Euro ausgewiesen. Das bereinigte EBITDA konnte auf Neunmonatssicht um 28 Prozent auf 39,3 Mio. Euro gesteigert werden, im dritten Quartal wurde jedoch ein Rückgang um 10 Prozent auf 13,3 Mio. Euro verzeichnet.

Schuld an den wenig berauschenden Ergebnissen waren höhere Kosten infolge zweier Übernahmen. Während die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in den ersten neun Monaten in etwa stabil gehalten wurden, schossen die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 65 Prozent in die Höhe. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet das Management mit einem Umsatzanstieg um mehr als 40 Prozent. Das bereinigte Konzern-EBITDA soll um mehr als 50 Prozent zulegen.

Die Integration der übernommenen Gesellschaften Cyprotex (Auftragsforschungsunternehmen aus Großbritannien) und Aptuit (Partnerunternehmen für integrierte Outsourcing-Lösungen in der Wirkstoffforschung und -entwicklung) verursacht hohe Kosten, allerdings bieten sich dadurch auch enorme Wachstumsmöglichkeiten. Aus genau diesen Gründen sollten sich Anleger im Fall von innovativen Biotechnologieunternehmen wie Evotec auf hohe Schwankungen einstellen. Erfolg und Misserfolg in der Forschung können nahe beieinanderliegen und große Auswirkungen auf den Aktienkurs haben.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Evotec-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DM3BYL / ISIN: DE000DM3BYL9) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,95, die Knock-Out-Schwelle bei 9,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM8XUP / ISIN: DE000DM8XUP1, aktueller Hebel 2,95; Knock-Out-Schwelle bei 15,30 Euro) auf fallende Kurse der Evotec-Aktie setzen.

Stand: 16.11.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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