Märkte am Donnerstag: Immer noch heiß

Die US-Inflationsdaten für den Monat September sind etwas heißer als erwartet ausgefallen.

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Die US-Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag nur wenig bewegt, nachdem die Verbraucherpreise für den Monat September ein wenig heißer als erwartet ausgefallen waren.

US-Verbraucherpreise im Fokus

Der NASDAQ Composite notierte im Vergleich zum Vortag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 13.691 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average notierte 0,2 Prozent schwächer bei 33.764 Zählern, während der S&P 500 0,1 Prozent an Wert gewann und bei 4.381 Punkten landete.

Fed-Mitglieder legen sich immer mehr fest. (Bildquelle: Pressefoto Federal Reserve)

Zuletzt hatten sich Vertreter der Fed aus dem Fenster gelehnt und gewissermaßen gesagt, dass keine weiteren Leitzinserhöhungen notwendig seien. Entsprechend veraltet war daher auch das Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung, das immer noch eine Leitzinserhöhung signalisierte. Die September-Verbraucherpreise fielen dagegen ein wenig heißer als erwartet aus. Im Vergleich zum Vormonat lag die Steigerung der Gesamt- und Kernrate bei 0,4 Prozent bzw. 0,3 Prozent. Die Erwartungen lagen bei 0,3 Prozent und 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Gesamtrate 3,7 Prozent, gegenüber Schätzungen von 3,6 Prozent. Die Kernrate lag wie erwartet bei 4,1 Prozent.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Märkte zeigten sich am Donnerstagmorgen stärker. Diese folgten damit der positiven Entwicklung an der Wall Street und Nasdaq. Beispielsweise konnte der japanische Nikkei 225 zeitweise um 1,8 Prozent auf 32.494 Punkte zulegen. Beim Hongkonger Hang Seng Index lagen die Zuwächse sogar bei 2,1 Prozent auf 18.275 Punkte. Auch hier warteten Anleger auf die Inflationsdaten aus den USA.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigte sich am Donnerstag etwas schwächer und folgte der Wall Street. Das Minus lag am Ende bei 0,23 Prozent auf 15.425,03 Zähler. An der Indexspitze waren Infineon, Heidelberg Materials und Rheinmetall zu finden, während Qiagen, Siemens Energy und Eon am Indexende die höchsten Verluste zu beklagen hatten.

Laut Einschätzung der Helaba-Analysten hellte sich  das technische Bild zuletzt auf. „Und manch ein Investor erinnert sich möglicherweise auch daran, dass saisonal nun die für Aktien traditionell starken Monate anstehen. Die Widerstände um 15.500, das 38,2 %-Retracement bei 15.551 und die 200-Tagelinie bei 15.628 gilt es aber im Blick zu behalten, denn noch steht der DMI auf Verkauf“, heißt es weiter.

Die Datenlage an und abseits der Börse

Nachdem die Fed-Minutes gestern Abend die Märkte nicht sonderlich bewegt hatten, standen heute die US-Verbraucherpreise für den Monat September im Anlegerfokus. Diese fielen etwas heißer als erwartet aus und drückten die Marktstimmung ein wenig.

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