Bildquelle: Pressefoto Jan Oelker / Nordex

Bei der Nordex-Aktie (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) sieht es so aus, als ob die in der zweiten Novemberhälfte gesehene Kurserholung schon wieder ausgelaufen ist. Wie gewonnen, so zerronnen? Die rund 8,50 Euro Kursniveau von Ende November sind angesichts einer aktuellen Notierung von ca. 7,63 Euro schon wieder recht weit entfernt. Dabei konnte Nordex zu Wochenbeginn einen neuen Auftrag vermelden.

Konkret geht es um einen alten Windpark mit rund 90 Anlagen in Spanien, der „vor rund 25 Jahren errichtet worden“ ist, so Nordex. Aus alt mach neu: Diese 90 Anlagen sollen durch zwölf Großanlagen erneuert werden. Der Auftraggeber habe sich „für acht Turbinen der Baureihe N100/3000 und vier Anlagen vom Typ AW70/1500“ entschieden, so Nordex.

Nordex-Chart: boerse-frankfurt.de

Neuer Auftrag aus Spanien

Das klingt nach Vorteilen für alle Beteiligten: Da die alten Anlagen eine Nennleistung von jeweils rund 330 KW hatten und die neuen Anlagen bis zu zehn Mal so viel Nennleistung erbringen, kann mit den zwölf neuen Anlagen mehr Strom erzeugt werden als mit den 90 alten. Das bedeutet: Weniger Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und reduzierte Betriebskosten. Alles schön und gut – doch der Auftraggeber ist Acciona Energía und Acciona ist ein Großaktionär von Nordex. Es ist ja schön, dass Nordex von diesem Investor profitiert – doch hätte Nordex den Auftrag auch sonst bekommen? Das ist die Frage und wenn Nordex hauptsächlich Aufträge von Acciona bekommt, dann frage ich mich, ob Nordex eine gute Wettbewerbsfähigkeit besitzt.

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Naja Herr Vaupel, die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit von Nordex hätten Sie sich ganz leicht selbst beantworten können: „Nordex liefert demnach 50 Windkraftanlagen des Modells N117/3600 mit einer Gesamtleistung von 180 Megawatt für den Onshore-Windpark „Wieringermeer“ des holländischen Stromversorgers Nuon, einer Tochtergesellschaft des schwedischen Stromversorgers Vattenfall.“ Wurde erst wenige Tage zuvor vermeldet und kam eben nicht von Acciona Energía dem Großaktionär. Bei diesem Großauftrag hat sich Nordex klar gegen die Mitbewerber durch gesetzt. Wenn Sie schon eine Analyse machen wollen, dann bitte auch gründlich und ohne eigene Wertung. Geben Sie doch mal eine längerfristige Einschätzung mit bestehen Auftragsbeständen für die… Weiterlesen »

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[…] Bei der Nordex-Aktie (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) sieht es so aus, als ob die in der zweiten Novemberhälfte gesehene Kurserholung schon wieder ausgelaufen ist. Wie gewonnen, so zerronnen? Die rund 8,50 Euro Kursniveau von Ende November sind angesichts einer aktuellen Notierung von ca. 7,63 Euro schon wieder recht weit entfernt. Dabei konnte Nordex zu Wochenbeginn einen neuen Auftrag vermelden. Mehr dazu hier. […]