Bildquelle: markteinblicke.de

In Zeiten der Nullzinspolitik erkennen immer mehr Anleger, dass Investitionen in Aktien, also in die Realwirtschaft, ein wichtiger Teil der Altersvorsorge sind. Bevor es aber mit dem Investieren an der Börse losgehen kann, wird ein gutes Depot benötigt. Um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Neukunden zu gewinnen, bieten viele Banken das Girokonto mit Depot gleich als Kombiprodukt an. Welche Kombination dabei die richtige ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

Fixkosten im Auge behalten

Unabhängig davon, wie und in welchem Umfang das Girokonto mit Depot im Einzelfall genutzt werden soll, spielen die laufenden Kosten eine entscheidende Rolle. Das betrifft sowohl die Kontoführungsgebühr für das Girokonto als auch die Depot- beziehungsweise Verwaltungsgebühr, die auf Monats- oder Jahresbasis für die Depotführung erhoben wird. Im Idealfall entfallen natürlich beide Gebühren. Ob dies der Fall ist, lässt sich leicht mit Hilfe eines Online-Vergleichs herausfinden. Tendenziell schneiden Online-Banken in dieser Beziehung deutlich besser ab als klassische Filialbanken, die nicht selten 20 bis 30 Euro pro Jahr für die Verwahrung von Wertpapieren berechnen.

Handelskosten machen den großen Unterschied

Wie stark die für den Wertpapierhandel anfallen Kosten letztendlich ins Gewicht fallen, hängt vom Anlegertyp ab. Insbesondere aktive Anleger, die mehrfach im Jahr Wertpapiere kaufen und verkaufen, sollten auf möglichst geringe Gebühren achten. Niedrige Ordergebühren sind dabei besonders wichtig. Während manche Anbieter in diesem Zusammenhang auf prozentuale Umsatzbeteiligungen setzen, bieten andere Banken wiederum Festpreise pro Trade an. Welches der beiden Modelle unter dem Strich günstiger ist, muss jeder Anleger allerdings anhand seines persönlichen Anlagestils errechnen. Ein weiterer wichtiger Faktor sind Kosten, die die Depotbank etwa für das Setzen von Limit Orders erhebt. Eine gute Depotbank zeichnet sich dadurch aus, dass auch die Verwendung von Orderzusätzen wie Limits oder Stopps nicht mir zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Sparpläne, Zinsen und Handelsplätze

Abgesehen von den Kosten sollten Anleger auch einen Blick auf flankierende Leistungsangebote der Depotbank legen, denn selbst die günstigste Kombination von Girokonto mit Depot nützt nichts, wenn der Wertpapierhandel eingeschränkt ist. Gerade, wer Aktien- oder ETF-Sparpläne nutzen möchte, sollte darauf achten, dass das Angebot der Bank möglichst groß ist. Viele Banken locken in diesem Zusammenhang auch mit entfallenden Kontoführungsgebühren für das Girokonto, wenn ein Wertpapiersparplan eingerichtet wird.

Für den Kauf von Aktien spielt auch die Anzahl der verfügbaren Handelsplätze eine Rolle. Wer nämlich die Wahl zwischen der elektronischen Börse Xetra, den vielen deutschen Parkettbörsen und dem Direkthandel über Tradegate hat, bekommt seine Wertpapiere meist zu besseren Konditionen als jemand, der auf nur eine Hand voll Börsenplätze angewiesen ist. Depotbanken bieten oft auch zusätzliche Leistungen wie Kreditkarten und zusätzliche Tagesgeldkonten mit Sonderzinsen für Wertpapieranleger an.

Checkliste: Kriterien für ein gutes Girokonto mit Depot

  • Niedrige Kontoführungsgebühr
  • Keine Gebühr für die Wertpapierverwaltung
  • Geringe Ordergebühr (am besten eine Pauschale)
  • Keine Zusatzkosten für Orderzusätze
  • Breites Sparplanangebot
  • Großes Angebot an Handelsplätzen
  • Sonderzinsen auf Giro- oder Tagesgeldkonto für Depotinhaber
  • Sonstige Leistungen wie Kreditkarten oder Neukundenprämien

Am Ende des Tages ist ein Online-Vergleich also unablässig, um ein Girokonto mit Depot zu finden, das zu den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen passt.

Bildquelle: markteinblicke.de

TEILEN

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei