ProSiebenSat.1 stellt sich den Herausforderungen

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Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

ProSiebenSat.1 (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770) erlebte zuletzt einige Turbulenzen. Anleger sorgten dafür, dass die ProSiebenSat.1-Aktie ordentlich Federn lassen musste. Mittlerweile scheint der Medienkonzern jedoch die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um verlorengegangenes Anlegervertrauen zurückzugewinnen.

Der Fernsehmarkt war schon immer hart umkämpft. Doch was sich seit dem Aufstieg von Video-on-Demand-Anbietern wie Netflix und Amazon sowie der Verbreitung von Inhalten über Kanäle wie Youtube oder Facebook getan hat, setzt die traditionellen Sender noch mehr unter Druck. Auch ProSiebenSat.1 bekommt den harten Wettbewerb zu spüren. Filme und Serien werden immer häufiger im Internet angeschaut, so dass der Geldbeutel im Bereich Fernsehwerbung nicht mehr allzu locker sitzt. Aufgrund der Probleme im TV-Werbegeschäft musste die ProSiebenSat.1-Aktie deutliche Kursverluste hinnehmen. Im bisherigen Jahresverlauf ist sie sogar der mit Abstand schlechteste Performer im Leitindex DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008). Zuletzt schien sich jedoch eine Erholung abzuzeichnen.

Am 19. November gab der Medienkonzern bekannt, dass der langjährige Vorstandschef, Thomas Ebeling, das Unternehmen nach der für den 22. Februar 2018 angesetzten Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2017 verlassen werde. Thomas Ebeling hatte noch einen Vertrag bis Mitte 2019. Allerdings wurde er für die jüngsten Probleme verantwortlich gemacht. Anleger nahmen die Nachricht über seine Ablösung positiv auf. Die ProSiebenSat.1-Aktie konnte sofort eine kleine Erholungsrallye starten. Allerdings hat der DAX-Wert noch einen langen Weg vor sich. Schließlich hat sich sein Wert innerhalb von zwei Jahren in etwa halbiert. Eine neue Strategie soll dabei helfen, für eine Fortsetzung der Erholung zu sorgen.

Die neue Drei-Säulen-Strategie wurde auf dem Capital Markets Day 2017 am 6. Dezember vorgestellt. Im Zuge der Diversifizierungsstrategie wird das Geschäft künftig in die drei Bereiche „Entertainment“, „Content Production & Global Sales“ und „Commerce“ gegliedert. Das TV-Geschäft soll durch Synergien mit den Digital Entertainment-Angeboten gestärkt werden. Dies soll Einsparungen von über 50 Mio. Euro bis 2019/2020 bringen. Außerdem wurden neue mittelfristige Finanzziele ausgegeben. Bis 2022 sollen die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2017 um mehr als 1 Mrd. Euro nach oben geschraubt werden. Darüber hinaus werden Übernahmen angepeilt, die das Wachstum zusätzlich ankurbeln könnten. Die Profitabilität sieht ProSiebenSat.1 wiederum im mittleren 20-Prozent-Bereich bezogen auf das adjusted EBITDA.

Auch wenn das TV-Werbegeschäft mit Herausforderungen zu kämpfen hat, kann ProSiebenSat.1 mit den Fernsehsendern SAT.1, ProSieben, kabel eins, sixx, SAT.1 Gold, ProSieben MAXX und kabel eins Doku in Deutschland weiterhin sehr gutes Geld verdienen. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen mithilfe neuer digitaler Angebote auf die neue Marktsituation eingestellt. Mittlerweile werden über 50 Prozent des Umsatzes außerhalb des klassischen TV-Werbegeschäfts erzielt. Dieser Anteil dürfte weiter steigen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der ProSiebenSat.1-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DM6XCC / ISIN: DE000DM6XCC1) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,28, die Knock-Out-Schwelle bei 19,9432 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM6XCK / ISIN: DE000DM6XCK4, aktueller Hebel 4,53; Knock-Out-Schwelle bei 32,95 Euro) auf fallende Kurse der ProSiebenSat.1-Aktie setzen.

Stand: 12.12.2017/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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