Märkte am Freitag: Allianz im Fokus

US-Börsen zurück im Rallye-Modus? | DAX zeigt sich schwächer

Bildquelle: markteinblicke.de

Aussagen von Fed-Chef Powell sowie steigende Anleihezinsen sorgten am gestrigen Donnerstag dafür, dass sowohl der NASDAQ Composite als auch der S&P 500 ihre Gewinnserien von neun bzw. acht Gewinntagen unterbrechen mussten. Allerdings starteten die US-Indizes bereits am heutigen Freitag den Versuch, eine neue Erfolgsserie zu starten.

Keine baldigen Leitzinssenkungen

Im NASDAQ Composite zeigte die Kurstafel ein Plus von 0,7 Prozent auf 13.614 Zähler an, während der S&P 500 rund 0,4 Prozent auf 4.365 Zähler hinzugewann. Im Dow Jones Industrial Average lag das Plus bei 0,3 Prozent auf 33.982 Punkte.

Eine schwache Anleiheaktien hatten die langfristigen Renditen gestern ansteigen lassen. Außerdem dämpfte Fed-Chef Jerome Powell die Hoffnungen auf baldige Leitzinssenkungen. Heute sieht das Bild wieder anderes aus. Dieses Mal sorgten niedrigere Anleiherenditen zeitweise für steigende Kurse.

Der Blick nach Asien

Nach der Wall Street rutschten am Freitagmorgen auch die asiatischen Märkte ins Minus. Der japanische Nikkei 225 verlor 0,2 Prozent auf 32.568 Punkte, während beispielsweise der Hongkonger Hang Seng Index zeitweise sogar 1,8 Prozent auf 17.203 Punkte verlor.

So steht´s um den DAX

Der deutsche Leitindex DAX musste am heutigen Freitag Federn lassen, nachdem ihn die jüngste Erholung zeitweise über die Marke von 15.300 Punkten geführt hatte. Zuletzt lagen die Notierungen bei 15.234,39 Punkten, ein Minus von 0,77 Prozent.

Die DAX-Spitzengruppe bestand aus Commerzbank, Henkel und Rheinmetall, während Zalando, Bayer und Siemens Energy zu den größten Verlierern zählten. Der Fokus galt vor allem der Allianz. Der Versicherer hatte eine Umsatzsteigerung gemeldet und seine Ziele bestätigt.

Die Analysten bei der Helaba sind der Ansicht, dass die Hoffnungen auf eine dauerhafte Bodenbildung unter technischen Gesichtspunkten berechtigt sind, solange sich der DAX oberhalb der 21-Tagelinie und des „island reversals“ (15.032 bzw. 13.949) halten kann.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Long-Szenario: Um erste Aufwärtsimpulse freisetzen zu können, sollten die Kurse zunächst über das aktuelle Monatshoch steigen, das jetzt zusammen mit der unteren Trendkanalbegrenzung einen Doppelwiderstand bildet. Darüber würde die untere Kante des Gaps vom 26. Oktober warten, bevor die 60-Euro-Marke überwunden werden müsste. Gelingt der Re-Break, könnte sich ein Hochlauf an das 2022er-Dezember-Tief bei 60,72 EUR entwickeln. Darüber wären das August-Hoch aus dem Vorjahr bei 61,66 EUR (Gap-Close inklusive) sowie der GD50 und das Volumenmaximum zwischen 63,50 EUR und 63,75 EUR als weitere Widerstände zu nennen.

Das Short-Szenario: Auf der Unterseite richten sich die Blicke jetzt auf das 2022er-November-Tief bei 56,52 EUR; unterhalb dieser Haltelinie würde das aktuelle 2023er-Tief in den Fokus rücken. Brechen die Notierungen dort nach unten durch, müsste mit weiteren Abgaben bis in den Bereich von 53,10 EUR gerechnet werden. Auf diesem Niveau wäre das rechnerische Abwärtspotenzial aus dem März/Juli-Doppelhoch ausgeschöpft.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UH62D6 39,79 3,26 1,76 EUR
Turbo OS UH5PAY 46,71 5,40 1,07 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL34YU 74,22 3,25 1,75 EUR
Turbo OS UL7JV4 67,39 5,31 1,07 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest

Die Datenlage an und abseits der Börse

Auch zum Ende dieser Woche bleibt die Nachrichtenlage auf der Konjunkturseite eher dünn. Am späten Nachmittag stand lediglich der Blick auf das neueste Konsumklima der Uni Michigan im Fokus. Im November zeigte sich einer Eintrübung der Verbraucherstimmung infolge höherer Inflationserwartungen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2023 an der Frankfurter Börse