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Auch wenn die 2017er-Jahresendrallye im DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) ziemlich enttäuschend verlaufen ist und das Barometer das Jahr unter der psychologisch wichtigen 13.000-Punkte-Marke beendet, können Anleger insgesamt sehr zufrieden auf 2017 zurückblicken. 2018 könnte ebenfalls ein gutes Börsenjahr werden. 

Das war 2017 los. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer konnte auf Jahressicht ein Kursplus von knapp 13 Prozent erzielen. Damit geht der Leitindex mit einem Jahresendstand von 12.913 Zählern in die Pause. Am 12. Oktober wurde erstmals in der Geschichte die psychologisch wichtige 13.000-Punkte-Marke überquert. Zeitweise legte der DAX eine beeindruckende Rekordjagd hin. Dass ihm zum Jahresende etwas die Puste ausgegangen ist und Anleger nach einer inzwischen jahrelangen Kursrallye einige Gewinne mitgenommen haben, trübt das Gesamtbild nur unwesentlich.

Das waren die Börsenhighlights 2017. Für den DAX war der 12. Oktober ein besonderer Tag. Erstmals wurde die 13.000-Punkte-Marke überquert. Deutlich schneller hat dagegen der Dow Jones Industrial Average die runden Marken hinter sich gelassen. Am 25. Januar 2017 war die 20.000-Punkte-Marke dran, bereits am 1. März dieses Jahres folgten die 21.000 Zähler, etwas länger dauerte es bis zu den 22.000 Punkten (2. August). Die Marken von 23.000 bzw. 24.000 Punkten wurden dagegen sehr schnell erreicht. Am 18. Oktober bzw. am 30. November war es so weit. Und nun steht sogar der Kampf um die 25.000-Punkte-Marke an. Zu verdanken hatten US-Anleger diese Euphorie vor allem der Vorfreude auf die kommenden Steuererleichterungen.

Neben der Jagd auf neue Rekorde lohnt sich auch der Blick auf den IPO-Markt, obwohl dieser nicht an das Niveau vor der Finanzkrise herankommt. Hierzulande sorgte zum Beispiel der Lieferdienst Delivery Hero für Furore, während natürlich der Börsengang von Snap Inc. am 2. März deutlich größer war.

Zudem dürften die drei Leitzinserhöhungen der US-Notenbank Fed im Gedächtnis bleiben, genauso wie der eher halbherzige Einstieg der EZB in die Zinswende.

Das waren die Tops & Flops. Mit einem satten Kursplus von etwas mehr als 150 Prozent lieferte die Lufthansa-Aktie (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) 2017 die mit Abstand beste Performance unter den 30 DAX-Werten ab. Vor gar nicht allzu langer Zeit war die Kranich-Airline noch das Sorgenkind unter den deutschen Blue Chips. Konzernchef Carsten Spohr ist jedoch eine beeindruckende Wende gelungen. Zu den Kurstreibern der Lufthansa-Aktie gehörten die starken Passagierzahlen und der niedrige Ölpreis. Zudem schaffte es die Lufthansa sogar im lange Zeit festgefahrenen Tarifstreit mit den Piloten eine Einigung zu erzielen. Darüber hinaus kam dem Konzern die Pleite der Nummer zwei am deutschen Markt, Air Berlin, zugute. Mit der Übernahme von Air-Berlin-Firmenanteilen wie Landerechten oder Flugzeugen wird insbesondere der Wachstumskurs der Lufthansa-Billigairline Eurowings beschleunigt. Am Ende fiel zwar die österreichische Fluglinie Niki aus dem Deal heraus, trotzdem hatte es sich gelohnt. Neben der Lufthansa konnten 2017 auch die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001), Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) und die beiden Versorger RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) und E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) eine starke Kursperformance hinlegen.

Größter DAX-Verlierer war die ProSiebenSat.1-Aktie (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770). Immer mehr Fernsehzuschauer schauen sich Filme, Serien, Dokumentationen und selbst Live-Sport im Internet an. Daher schwächelte bei ProiebenSat.1 zuletzt das deutsche TV-Werbegeschäft. Eine zwischenzeitliche Umsatzwarnung in diesem Bereich hatte Investoren verschreckt. Auf Jahressicht stand ein Kursminus von etwas mehr als 21 Prozent zu Buche. Allerdings fassten Anleger zuletzt wieder etwas Vertrauen in den Medienkonzern. Neben einer neuen Strategie sorgte dafür auch der Wechsel an der Konzernspitze.

Das steht 2018 an. Anfang Februar geht eine Ära zu Ende. Janet Yellen gibt ihren Fed-Vorsitz ab. Übernehmen wird Jerome Powell. Trotz des Wechsels an der Spitze dürfte die US-Notenbank wenig an ihrem Kurs ändern. Die Zinswende läuft. 2017 gab es drei Leitzinserhöhungen. Die letzte am 14. Dezember, als die Zinsen um 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,50 Prozent angehoben wurden. Marktteilnehmer gehen für 2018 von drei weiteren Leitzinserhöhungen aus. Vielleicht werden es sogar mehr, wenn die US-Wirtschaft aufgrund der Steuerreform Überhitzungstendenzen zeigen sollte.

Dagegen ist es nicht sicher, dass die EZB die Leitzinsen in 2018 überhaupt anheben wird. Zwar will die EZB die monatlichen Anleihenkäufe ab Januar halbieren, gleichzeitig läuft das aktuellen Ankaufprogramm bis September weiter. Zudem haben die europäischen Währungshüter angekündigt, die Leitzinsen weit darüber hinaus auf ihrem derzeitigen Rekordtief zu belassen.

Die anhaltend lockere Geldpolitik der EZB sollte der europäischen Wirtschaft und dem Aktienmarkt weiteren Schwung verleihen. Auch in den USA gibt es trotz der geldpolitischen Straffung der Fed keine Anzeichen für eine Abkühlung am Aktienmarkt.

Auch 2018 dürften sich Investoren nicht nur auf Aktien beschränken. Die fast schon unerklärliche Begeisterung für die Digitalwährung Bitcoin könnte weiter anhalten. Anhalten dürften aber auch die enormen Preisausschläge, da an manchen Tagen Investoren auf den fahrenden Zug aufspringen werden, weil vielleicht weitere Terminbörsen Kontrakte auf Bitcoins anbieten. An anderen Tage werden enorme Preisstürze folgen, weil Regierungen und Notenbanken möglicherweise über ein Verbot von Bitcoins nachdenken werden oder ein weiterer Handelsplatz geschlossen wird.

Das steht in der kommenden Woche an. Nach den Weihnachts- und Silvesterfeierlichkeiten geht es für Investoren in der ersten Woche des neuen Jahres gleich Schlag auf Schlag weiter. Hierzulande werden vor allem einige Einkaufmanagerindizes eine wichtige Rolle spielen. Das Highlight der Woche ist jedoch der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung. Das Arbeitsministerium wird die neuesten offiziellen Arbeitslosendaten am Freitag veröffentlichen.

Das X-markets-Team wünscht Ihnen einen guten Rutsch und ein glückliches Neues Jahr.

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