Goldpreis: Wie geht es nach der Jahresendrallye weiter?

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Bildquelle: Pressefoto © Deutsche Bundesbank

Dem Goldpreis ist zum Ende des vergangenen Jahres dank des schwachen US-Dollar ein Comeback gelungen. Allerdings kann sich die Lage an den Devisenmärkten und damit letztlich auch im Bereich Rohstoffe und Edelmetalle schnell wieder ändern.

Heimlich, still und leise hat Gold 2017 eine starke Performance hingelegt. Das gelbe Edelmetall verteuerte sich um etwa 14 Prozent und beendete das vergangene Jahr sogar knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 1.300 US-Dollar pro Feinunze. Dabei hatte es angesichts einer hartnäckigen Seitwärtsbewegung alles andere als rosig ausgesehen. Auch der Auftakt in das Jahr 2018 konnte sich sehen lassen. Damit lieferte der Goldpreis zuletzt sogar eine bessere Performance als der DAX ab. Während die Jahresendrallye im wichtigsten deutschen Börsenbarometer ausfiel, kletterten die Goldnotierungen in den letzten Tagen des Jahres 2017 besonders stark. In beiden Fällen war der Grund in einem deutlich schwächeren US-Dollar im Vergleich zum Euro zu suchen.

Der starke Euro wird insbesondere für ein Exportland wie Deutschland als schädlich angesehen, was die großen deutschen Blue Chips zu spüren bekommen. Ein schwächerer Greenback begünstigt wiederum Rohstoff- und Edelmetallpreise. Gold & Co werden in den meisten Fällen in der US-Währung gehandelt. Ein schwächerer US-Dollar bedeutet, dass die Beschaffung von Gold, Silber oder Rohöl günstiger wird und die Nachfrage zunimmt. Dabei dürften sich einige Marktteilnehmer über die jüngste Entwicklung an den Devisenmärkten und die Auswirkungen auf die Rohstoffe gewundert haben. Schließlich hat die US-Notenbank Fed die Leitzinsen 2017 drei Mal angehoben. Für 2018 werden drei weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt. Bei der EZB scheint man dagegen sehr weit von einer Zinswende entfernt zu sein. Zudem hat die US-Regierung gerade eine Steuerreform verabschiedet, die die US-Wirtschaft ankurbeln soll. An sich Entwicklungen, die eher den US-Dollar stärken sollten.

Profitieren konnte der Goldpreis zuletzt auch von neuen Diskussionen rund um das Thema Inflation. Jahrelang war diese in den Augen der Notenbanken viel zu niedrig, obwohl Fed, EZB & Co die Märkte geradezu mit billigem Geld fluteten. So langsam könnte sich diese Liquidität jedoch in deutlicheren Preissteigerungen bemerkbar machen. Gold gilt wiederum als Absicherung in wirtschaftlich turbulenten Zeiten und gegen eine zu hohe Inflation.

Trotz der positiven Preisentwicklung in den vergangenen Wochen, bleiben einige Aspekte, die gegen eine allzu steile Goldpreisrallye sprechen. Die starke Konjunktur, gute Unternehmensgewinne und die anhaltend lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken sprechen dafür, dass sich die positive Entwicklung an den Aktienmärkten fortsetzen sollte. Anleger dürften ihr Geld daher weiter an den Börsen lassen, statt es in Investments wie Gold zu stecken. Zumal selbst Unsicherheitsfaktoren wie der Brexit, die Konflikte im Nahen Osten oder die Nordkorea-Krise ihren Schrecken für Finanzmarktteilnehmer verloren zu haben scheinen. Dies würde Gold wiederum als einen so genannten „Sicheren Hafen“ überflüssig machen sowie den Preis und die Nachfrage belasten. Außerdem kann die geldpolitische Straffung der Fed den US-Dollar im Jahresverlauf immer noch stärken und die Goldnotierungen damit unter Druck geraten lassen.

Spekulative Anleger, die steigende Goldnotierungen erwarten, können mit einem Gold WAVE XXL Call mit einem Hebel von 4,28 der Deutschen Bank (WKN: DM80TL / ISIN: DE000DM80TL3) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Gold WAVE XXL Put der Deutschen Bank mit einem Hebel von 3,85 (WKN: DM80U0 / ISIN: DE000DM80U00) die Gelegenheit dazu.

Stand: 03.01.2018/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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