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Der Ölpreis feiert derzeit ein beeindruckendes Comeback. Die OPEC feiert gleich mit. Allerdings könnte die Freude nur von kurzer Dauer sein, da es viele Entwicklungen an den weltweiten Rohstoffmärkten gibt, die die Organisation erdölexportierender Länder nicht beeinflussen kann.

Bei der OPEC blickte man zuletzt hocherfreut auf die Auswirkungen der vor einem Jahr mit einigen Nicht-OPEC-Mitgliedern vereinbarten Förderkürzungen. Gemeinsam mit wichtigen Ölförderern wie Russland sollten pro Tag 1,8 Millionen Barrel weniger auf den Markt geworfen werden. Lange Zeit hatten Marktteilnehmer Zweifel, ob sich sämtliche Mitglieder des Kartells an die Absprachen halten würden. Am 21. Januar 2018 hieß es jedoch vonseiten der OPEC, dass die Förderkürzungen 2017 im Monatsdurchschnitt sogar zu 107 Prozent umgesetzt worden seien. Auch wenn sich die Ölnotierungen zuletzt merklich erholt haben und die Lager nicht mehr allzu üppig gefüllt sind, wird an den Förderkürzungen weiter festgehalten. Derzeit sind sie bis 2018 angesetzt, können aber auch verlängert werden.

Nachdem die Ölpreise jahrelang am Boden lagen, kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent zeitweise sogar wieder über die Marke von 70 US-Dollar pro Fass. Es war jedoch nicht nur die Förderkürzung der OPEC und einiger Nicht-OPEC-Mitglieder, die für die jüngste Ölpreiserholung sorgte. Eine gut laufende Konjunktur sorgt bekanntlich für eine höhere Ölnachfrage. Die Steuerreform der US-Regierung hat die Aussichten sogar noch etwas optimistischer erscheinen lassen. Darüber hinaus erlebte der US-Dollar in den vergangenen Wochen eine Schwächeperiode. Da die meisten Rohstoffe in der US-Währung gehandelt werden, hat eine Schwäche des Greenback in der Regel positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Öl und anderen Rohstoffen.

Der gestiegene Ölpreis sorgt aber auch dafür, dass immer mehr Öl gefördert wird. Insbesondere in der US-Fracking-Industrie. Ein Grund, warum die OPEC ihre Prognose für die Steigerung des Rohölangebots außerhalb der Organisation im Jahr 2018 um 160.000 Barrel auf 1,15 Millionen Barrel angehoben hat. Nicht nur höhere Preise sorgen dafür, dass in den USA immer mehr Bohrvorhaben lukrativer werden. Auch die US-Regierung tut sehr viel dafür, dass die heimische Energiewirtschaft boomt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht in ihrem jüngsten, am 19. Januar 2018 vorgestellten, Monatsbericht sogar davon, dass die USA Saudi-Arabien und Russland als wichtigste Ölförderer ablösen könnten.

Außerdem bleibt es abzuwarten, ob die Schwächeperiode beim US-Dollar anhalten wird. Die starke Erholung der US-Wirtschaft könnte die Notenbank Fed dazu veranlassen, die Leitzinswende schneller als zuletzt voranzutreiben, was die US-Währung gegenüber dem Euro stärken und der Ölnachfrage schaden könnte. Zumal die EZB derzeit trotz zeitweise auftauchender Marktspekulationen noch weit von einer Leitzinswende entfernt zu sein scheint.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank (WKN: DM8PT6 / ISIN: DE000DM8PT63) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,93, die Knock-Out-Schwelle bei 53,6800 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (WKN: DM8QA1 / ISIN: DE000DM8QA14, aktueller Hebel 4,73; Knock-Out-Schwelle bei 81,6800 US-Dollar) auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen.

Stand: 23.01.2018/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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