Märkte am Montag: DAX startet verhalten

Feiertagsbedingte Pause in den USA | Berichtssaison nimmt Fahrt auf

Bildquelle: markteinblicke.de

Die US-Börsen hatten die Vorwoche kaum bewegt beendet. Feiertagsbedingt wird am Montag nicht viel mehr Bewegung im Markt sein. Trotzdem dürfte es hierzulande ein interessanter Wochenauftakt werden. Zumal auch in Europa die Unternehmensnachrichten in den Fokus geraten.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Börsen starteten uneinheitlich in die neue Woche. Neben der chinesischen Zentralbank standen vor allem die Wahlen in Taiwan im Fokus. Der japanische Nikkei 225 setzte seine starke Performance fort und kletterte um 0,9 Prozent auf 35.901 Punkte. Der Hongkonger Hang Seng Index verlor dagegen 0,2 Prozent auf 16.216 Zähler.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigte sich am Montag schwächer. Zuletzt lag das Minus bei 0,4 Prozent auf 16.633 Zähler. Während die Impulse aus den USA fehlten, ist es nicht so, dass sich im DAX seit Ende 2023 besonders viel getan hätte.

Die Veränderung des DAX gegenüber dem Schlusstand 2023 oder dem Schluss der ersten Handelswoche 2024 ist aus Sicht der Helaba-Analysten kaum der Rede wert, wenngleich in beiden Fällen negativ. “Von der anfänglichen Schwäche konnte sich der Index aber lösen und so zeigt sich per saldo eine Konsolidierung unterhalb des Allzeithochs. Ungeachtet der leichten Verbesserung im technischen Bild, bleiben Risiken bestehen”, heißt es weiter.

“Der MACD steht weiterhin auf Verkauf und der ADX gibt nach, während der DMI sein Kaufsignal bisweilen aber halten konnte. Haltemarken zeigen sich bei 16.541 und folgend bei 16.448, ein erster Widerstand bei 16.839, dem Hoch der letzten Woche”, so die Helaba.

Am Montag tummelten sich Commerzbank, Continental und Münchener Rück ganz oben an der DAX-Spitze, während die größten Verluste bei Zalando, Fresenius und Siemens Energy zu beobachten waren.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien:

Das Long-Szenario: Kann der deutsche Leitindex zum Start in die neue Woche an die positiven Tendenzen vom Freitag anknüpfen, sollte es zunächst auch per Tagesschluss über das Verlaufshoch vom 6. Dezember bei 16.727 gehen. Im Anschluss müsste dann die 16.800er-Marke mit dem Top vom 12. Dezember bei 16.837 überboten werden, bevor es zu einem Sprint an das Hoch vom 2. Januar bei 16.963 bzw. an die 17.000er-Barriere mit dem Allzeithoch vom 14. Dezember bei 17.003 kommen könnte.

Das Short-Szenario: Dreht der DAX dagegen wieder nach unten ab, wäre der erste Halt unverändert am Juli-Hoch bei 16.529 zu finden. Fallen die Notierungen auf Schlusskursbasis unter diesen zuletzt mehrfach erfolgreich verteidigten Halt, dürfte weiteres Abwärtspotenzial bis an das aktuelle Januar-Tief bei 16.449 bzw. an das Juni-Top bei 16.427 freigesetzt werden. Darunter sollten das Mai-Top bei 16.332 und das Zwischenhoch vom 3. Juli bei 16.209 stützend wirken, bevor ein Rücksetzer bis an die beiden August-Tops (16.060/16.043) sowie die 16.000er-Schwelle einkalkuliert werden müsste.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9ZLM 14.762,92 8,51 19,65 EUR
Turbo OS UL938S 15.370,24 12,28 13,63 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UH35F0 18.682,05 8,48 19,69 EUR
Turbo OS UH1F48 18.063,37 12,32 13,54 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 15.01.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

In dieser Woche nimmt die Berichtssaison Fahrt auf. Auch auf dieser Seite des Atlantiks. Allerdings ist dies nichts, worauf man sich freuen kann. Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, verweist darauf, dass für die Konzerne des STOXX 600 Analysten im Schnitt einen Gewinnrückgang von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwarten würden.

Allerdings habe im Vorquartal noch ein Minus von knapp 11 Prozent zu Buche geschlagen. Am besten sollten demnach die Bereiche Gesundheit (+10,3 Prozent) und Hersteller zyklischer Konsumgüter (+10,2 Prozent) abschneiden. Bei den Versorgern (-33,5 Prozent) sollen die Rückgänge laut Schätzungen am höchsten ausfallen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2023 an der Frankfurter Börse