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Die Hoffnung der Anleger, dass die Europäische Zentralbank sich heute besorgt über einen stärkeren Euro zeigen wird, ist nicht unbegründet. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr hoch. Aber ob die Macht der Geldpolitik einen Trend, wie wir ihn aktuell in der Gemeinschaftswährung sehen, stoppen kann, darf eher bezweifelt werden.

Denn die Ursache für diese Entwicklung ist weniger ein starker Euro, sondern vielmehr ein schwacher Dollar. Und hier wissen wir vom US-Finanzminister, dass diese Schwäche sehr erwünscht ist. Und das gepaart mit den protektionistischen Entwicklungen geschürt von US-Präsident Trump übt einen Druck auf den Greenback aus, gegen den die EZB wahrscheinlich machtlos ist.

Es könnte also gut sein, dass zwar kurzfristig die Rally im Euro heute Nachmittag unterbrochen wird durch eine verbale Intervention der EZB, aber nach einem kurzen Schütteln sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Das genau ist die Angst der Anleger am deutschen Aktienmarkt, weshalb der DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) zumindest vorerst alle Ambitionen in Richtung 14.000 Punkte auf Eis gelegt hat.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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