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Die Auswirkungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) auf den Immobilienmarkt

Mit Schrecken erwartet und bald schon zwei Jahre alt – die Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) hat im Finanzierungsmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Die Vielzahl neuer gesetzlicher Vorgaben hat die Anzahl aktiver Vermittler von Immobilienfinanzierungen von rund 250.000 auf nahezu 50.000 schrumpfen lassen. Die „Verbesserung des Verbraucherschutzes“ fordert u.a. die Zulassung nach Paragraf 34i Gewerbeordnung, um die Vermittlung von Immobiliendarlehen weiter anbieten zu dürfen. Ein Pluspunkt für jene, die über den notwendigen Sachkundenachweis verfügen. Viele Anbieter sind daher dazu übergegangen, sich zu spezialisieren und ein alternatives Marktsegment zu besetzen. Aber was hat sich noch geändert?

Bereits innerhalb der WIKR-Einführungsphase wurden Finanzierungsvermittler mit Auswirkungen konfrontiert, die den Berufsalltag deutlich beeinträchtigen. So zeigte sich recht schnell, dass die Banken aufgrund sinkender Geschäftszahlen begannen, die Richtlinien jeweils individuell auszulegen – eine große Herausforderung für IT, Justiziare und vor allem den Vertrieb. Der daraus resultierende erhöhte „Aufklärungsaufwand“ der Finanzierungsberater schluckt nach wie vor die bereits knappen Kapazitäten aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage dank Dauerniedrigzinsphase.

Des Weiteren sorgte die Regulierung für eine erhebliche Reduzierung der Marktdynamik. Zwar ist die Kreditvergabe der Banken wieder etwas gelockert worden, dennoch ist das Baufinanzierungsvolumen in den letzten zwei Jahren insgesamt zurückgegangen und es kam zu weniger Abschlüssen. Doch auch wenn die Einführung der WIKR für Unsicherheit auf allen Seiten gesorgt hat, können Bauherren und Immobilienkäufer aufatmen: Wer sich an einen unabhängigen Finanzierungsdienstleister wie die PlanetHyp wendet, für den wird in den meisten Fällen auch eine Finanzierungslösung gefunden.

Zudem sprechen aktuelle Zinsprognosen dafür, dass mit einer dezenten Erhöhung des Leitzinses nicht vor Mitte 2019 zu rechnen ist, was sich auch in stabilen Niedrigzinsen für Darlehen mit langfristigen Laufzeiten widerspiegelt. Auch der Preisanstieg für Immobilien schwächt weiter ab, sodass der Preisdruck zumindest gebietsweise nachlässt und die sagenumwobene Immobilienblase vom Platzen weiterhin verschont bleibt.

Ein Beitrag von Markus Rex

Markus Rex ist Geschäftsführer der PLANETHYP GmbH. Das Unternehmen der PlanetHome Group GmbH ist auf die Vermittlung von Baufinanzierungen mit nahezu allen Banken, Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland spezialisiert. Mit mehr als 600 Mitarbeitern an mehr als 100 Standorten in Deutschland und Österreich ist die PlanetHome Group einer der führenden Dienstleister rund um die Immobilie.
Mehr Informationen unter www.planethyp.com

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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