Deutsche Post behält die Geopolitik im Auge

Logistikkonzern muss nach pandemiebedingtem Boom im Frachtverkehr kleinere Brötchen backen.

(Bildquelle: Pressefoto Deutsche Post AG)

Bei der DHL Group/Deutsche Post (WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004) kämpfte man zuletzt damit, dass sich die weltweite Konjunktur nicht gerade in ihrer Bestform präsentierte. Außerdem hatten sich die Geschäfte im Frachtverkehr nach dem pandemiebedingten Boom der Jahre 2021 und 2022 normalisiert.

Deutsche Post trotzt Widrigkeiten

Zu den geringeren Frachtvolumen und -raten kamen auch negative Wechselkurs- und Treibstoffkosteneffekte als Belastungsfaktoren hinzu. Trotz dieser Belastungsfaktoren kann sich das Kursplus der Deutsche Post-Aktie im Börsenjahr 2023 von rund 27 Prozent sehen lassen.

Bernstein-Analyst William Woods ist der Ansicht, dass der DAX-Konzern zudem von einer aktuellen geopolitischen Entwicklung profitieren könnte.

Da der Frachtverkehr im Roten Meer durch den Beschuss durch die jemenitischen Huthi-Rebellen gestört wird, könnten die entstehenden Engpässe die Nachfrage nach Schnellsendungen aus Analystensicht ansteigen lassen. Im Fall der Deutsche Post-Aktie bestätigt der Analyst daher das „Outperform“-Rating und das Kursziel von 48,00 US-Dollar.