Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Stephan Daub

Die jüngsten SAP-Geschäftszahlen hielten einige Enttäuschungen bereit. Doch so lange ein zentraler Bereich stark wächst, scheint alles in Ordnung zu sein.

SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) ist derzeit das wertvollste Unternehmen im deutschen Leitindex DAX. Ein Grund, warum Anleger hierzulande ganz genau hinschauen, wenn die Walldorfer Geschäftsergebnisse präsentieren oder in einer anderen Weise für Schlagzeilen sorgen. Am 30. Januar war es wieder so weit. Europas größter Softwarekonzern hatte gleich mehrere Neuigkeiten parat. Neben den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 wurde auch eine wegweisende Übernahme vermeldet. Der DAX-Konzern übernimmt den US-Spezialisten für Vertriebssoftware CallidusCloud.

Als führender Anbieter von so genannten cloudbasierten Lead-to-Money (Quote-to-Cash)-Lösungen, soll CallidusCloud SAP dabei helfen, das umfassendste Lösungs-Angebot im Bereich Kundenerfahrungsmanagement zu erstellen und sich klar vom Wettbewerb abzugrenzen. Stolze 2,4 Mrd. US-Dollar will SAP für die Übernahme auf den Tisch legen. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2018 erwartet. SAP finanziert den Kauf laut Unternehmensangaben aus liquiden Mitteln sowie einem befristeten Akquisitionsdarlehen. Es ist jedoch alles andere als die größte Übernahme der Konzerngeschichte. In den vergangenen Jahren hat SAP mehrere milliardenschwere Übernahmen getätigt, um vor allem im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft zu wachsen. Aus diesem Grund schauen Anleger bei der Veröffentlichung neuer Geschäftszahlen auch regelmäßig darauf, wie das Wachstum im Bereich Cloud Computing ausgefallen ist.

Laut Konzernchef Bill McDermott habe vor allem die Rekordnachfrage nach SAP S/4HANA die gesamte SAP-Cloud beflügelt. Im Gesamtjahr 2017 wurden die Cloud-Subskriptions- und ­Supporterlöse um 26 Prozent auf 3,77 Mrd. Euro gesteigert. Der Cloud-Bereich macht damit immer noch einen relativ kleinen Teil der Gesamterlöse von dieses Mal 23,46 Mrd. Euro (+6 Prozent) aus, allerdings nimmt seine Bedeutung stetig zu. Während SAP einmal mehr mit dem Wachstum im Cloud-Geschäft punkten konnte, fiel die Performance in den anderen Segmenten zum Jahresende 2017 enttäuschend aus, genauso wie die Entwicklung der Marge.

Zwischen Oktober und Dezember 2017 wurde gerade einmal ein Umsatzplus von 1 Prozent auf 6,81 Mrd. Euro generiert. Das Betriebsergebnis kletterte ebenfalls lediglich um 1 Prozent auf 1,96 Mrd. Euro. SAP machten zuletzt vor allem negative Wechselkurseinflüsse zu schaffen. Währungsbereinigt sahen die Zahlen auch abseits des Cloud-Geschäfts deutlich besser aus. Auch für 2018 hat das Management einige Belastungen durch ungünstige Wechselkurse in Aussicht gestellt. Trotzdem bleibt man insgesamt optimistisch. Dafür sorgt vor allem der Cloud-Bereich. Bei den Erlösen aus Cloud-Subskriptionen und -Support wird mit einem währungsbereinigten Zuwachs von 27 bis 33 Prozent auf 4,8 bis 5,0 Mrd. Euro gerechnet. Damit würde der Umsatzanteil der Cloud noch einmal deutlich zulegen. Schwächen in anderen Bereichen könnten auf diese Weise ebenfalls kaschiert werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der SAP-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DM8VAG / ISIN: DE000DM8VAG6) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,68, die Knock-Out-Schwelle bei 71,40 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM7TAH / ISIN: DE000DM7TAH0, aktueller Hebel 4,78; Knock-Out-Schwelle bei 103,70 Euro) auf fallende Kurse der SAP-Aktie setzen.

Stand: 30.01.2018/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

© Deutsche Bank AG 2018
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Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

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