Märkte am Mittwoch: Ende der Zinssenkungsfantasien?

US-Börsen starten einen Erholungsversuch | DAX zeigt sich wenig bewegt

Bildquelle: markteinblicke.de

Überraschend heiß ausgefallene US-Inflationsdaten für den Monat Januar hatten gestern zu einem Anstieg der Anleiherenditen und einem Ausverkauf an den Aktienmärkten geführt. Der S&P 500 verlor am Dienstag 1,4 Prozent an Wert und schloss bei 4.953 Punkten. Im NASDAQ Composite lag das Minus bei 1,8 Prozent auf 15.655 Zähler, während der Dow Jones 1,4 Prozent auf 38.272 Punkte einbüßte. Heute unternahmen die US-Märkte einen zaghaften Erholungsversuch. Der S&P 500 legte zuletzt um 0,4 Prozent zu, während der Dow Jones 0,1 Punkte hinzugewann. Im NASDAQ Composite lag das Plus zeitweise bei 0,6 Prozent.

Die Verbraucherpreise sind im Januar im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr um 0,3 Prozent und 3,1 Prozent gestiegen. Bei der Kernrate lagen die Steigerungen bei 0,4 Prozent bzw. 3,9 Prozent. Damit wurden die Erwartungen des Marktes übertroffen. Entsprechend scheint eine Leitzinssenkung der Fed schon im März nun vom Tisch zu sein. Auch eine Zinssenkung im Mai wurde deutlich unwahrscheinlicher.

Damit bleibt es abzuwarten, ob die Erfolgsserie an den US-Märkte weitergeführt werden kann. Zuletzt beendeten die US-Börsen 14 von 15 Wochen in der Gewinnzone. Fünf Gewinnwochen in Serie waren es zuletzt. Allerdings auch, weil baldige Leitzinssenkungen der Fed erwartet wurden. Diese Erwartungen könnten nun enttäuscht werden.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Märkte zeigten sich am Mittwochmorgen uneinheitlich, nachdem Anleger auch dort die heißer als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten verarbeiten mussten. Während die chinesischen Festlandbörsen geschlossen blieben, verbuchte der Hongkonger Hang Seng Index Kurszuwächse von 0,8 Prozent auf 15.879 Zähler. Im japanischen Nikkei 225 lag das Minus wiederum bei 0,7 Prozent auf 37.703 Punkte.

So steht´s um den DAX

Nach dem gestrigen Kursrücksetzer präsentierte sich der DAX am Mittwoch wenig bewegt. Das Plus lag zum Ende des Handels bei 0,4 Prozent auf 16.945 Punkte. Die Analysten bei der Helaba hatten schon mehrfach auf das erhöhte Korrekturrisiko hingewiesen, sollte der DAX daran scheitern, die 17.000er Marke dauerhaft zu überwinden.

“Damit nimmt er Kurs auf die untere Begrenzung der seit etwa drei Wochen zu beobachtenden Spanne von 16.750 bis 17.050. Auch die quantitativen Indikatoren mahnen zur Vorsicht. Entscheidend auf der Unterseite ist der Bereich zwischen 16.750/850. Hier sind unter anderem ehemalige Hoch- und Tiefpunkte, die 21-Tagelinie und ein Retracement zu finden. Kurse darunter würden das Korrekturpotenzial deutlich erhöhen”, heißt es weiter.

An der Indexspitze konnten sich unter anderem Adidas, Fresenius und MTU Aero Engines behaupten, während die Verlierergruppe allen voran aus RWE, Qiagen und Porsche AG bestand.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Um den gestrigen Abwärtstag zu kontern, müsste der DAX im ersten Schritt über das Zwischenhoch vom 24. Januar bei 16.921 zurückkehren. Darüber sollte dann die runde 17.000er-Barriere überboten werden, bevor es um den Bremsbereich bei 17.043 (Tageshoch vom Montag) bzw. 17.050 gehen würde. Oberhalb des aktuellen Allzeithochs wäre der Weg wieder frei von weiteren Widerständen.

Das Short-Szenario: Auf der Unterseite kann der erste Halt dagegen jetzt bereits am gestrigen Tagestief angetragen werden, das in Kombination mit dem Tief vom 1. Februar bei 16.822 Zählern sowie der 16.800er-Marke eine Auffangzone bildet. Etwas tiefer sollte die kurzfristige 50-Tage-Linie (aktuell bei 16.738) mit dem Top vom 6. Dezember bei 16.727 Punkten stützend wirken, bevor die beiden offenen Kurslücken vom 24. (untere Kante bei 16.627) und vom 22. Januar (untere Kante bei 16.555) vollständig geschlossen werden könnten. Die nächste Unterstützung wäre dann am bisherigen Jahrestief bei 16.345 Punkten zu finden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL7MBA 14.884,11 8,63 19,50 EUR
Turbo OS UL9FKJ 15.477,74 12,37 13,61 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UH39H8 18.774,93 8,63 19,49 EUR
Turbo OS UM07BZ 18.183,85 12,37 13,60 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 14.02.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Hierzulande analysierten Anleger vor allem neue Daten auf EU-Ebene zum BIP und zur Industrieproduktion. Laut Eurostat wuchs die Industrieproduktion in der Eurozone im Dezember Jahresvergleich um 1,2 Prozent.

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Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse