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Aktien reagieren seit gut drei Wochen sehr empfindlich auf steigende Zinsen am US-Rentenmarkt. Technisch betrachtet bedeutet der Rückgang der Renditen von zehnjährigen US-Staatsanleihen in den vergangenen Tagen von 2,88 auf 2,6 Prozent aber lediglich eine Gegenbewegung und noch keine Trendwende. Das heißt aber auch, dass das erreichte Hoch bei knapp 2,9 Prozent nun von den Investoren engmaschig beobachtet werden sollte. Ein Anstieg darüber könnte erneut zu einem erneuten Kursrutsch verbunden mit einem Volatilitätssprung an den Aktienmärkten führen.

Der Veröffentlichung der amerikanischen Verbraucherpreise am kommenden Mittwoch kommt deshalb eine ganz besondere Bedeutung zu, denn die große Angst des Marktes gilt jetzt der Inflation. Hinweise auf schneller steigende Preise könnten die Flucht aus dem Risiko erneut anfachen.

Am deutschen Aktienmarkt geht es darum, ob der DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) die Unterstützung bei rund 12.000 Punkten noch einmal testen möchte. Das wird stark von der Zinsentwicklung in den kommenden Tagen abhängen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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