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Die Börse in Tokio bricht heute Morgen um über 500 Punkte ein. Der starke Yen belastet die Exporteure vor der Veröffentlichung der japanischen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in der Nacht zum Mittwoch. Außerdem spekulieren Medien in Japan, ob der Premier etwas an der Spitze der Notenbank ändern könnte. Das ausgerechnet zu einer Zeit, in der die Bank of Japan wie die Europäische Zentralbank und die Federal Reserve auch einen Wechsel hin zu einer weniger expansiven Geldpolitik vollziehen möchte.

Die Euro- und Yen-Stärke ist aber auch eine Dollar-Schwäche. Auch der Euro hat über die Nacht weiter an Stärke gewonnen. Der gestern vorgelegte Haushaltsplan des Weißen Hauses würde bedeuten, dass die Schulden der US-Regierung in zehn Jahren noch einmal um 50 Prozent zulegen. Während das auf den ersten Blick positiv erscheint für die Unternehmen, die etwa von stärkeren Infrastrukturausgaben profitieren, ist es auf der anderen Seite ein Problem für die Stabilität des Staatshaushalts. In den kommenden Wochen könnten Kreditratingagenturen ihrer Ankündigung Taten Folgen lassen und die amerikanische Bonität herabstufen.

Die Schwäche der japanischen Börse ist zum Start auch ansteckend für den Deutschen Aktienindex. Auch er ist anfällig für die Stärke auf der Währungsseite und der Euro steigt heute Morgen auf ein neues Wochenhoch. Die Volatilität gemessen am VIX liegt immer noch über 20. Das bedeutet, dass der Markt weiterhin unvermittelt Haken schlagen und plötzlich die Richtung ändern kann.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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