Märkte am Donnerstag: Noch mehr DAX-Rekorde statt Gewinnmitnahmen

Erleichterung an der Wall Street | PCE-Daten nicht so heiß wie befürchtet

Bildquelle: markteinblicke.de

Am Mittwoch bewegten sich die wichtigsten US-Aktienindizes zum dritten Mal in Folge auf und ab und schlossen dieses Mal schwächer. Heute wurde jedoch aufgrund nicht so heiß wie befürchtet ausgefallene Inflationsdaten eine Stimmungsaufhellung beobachtet. Der NASDAQ Composite kletterte um 0,3 Prozent auf 15.988 Zähler. S&P 500 und Dow Jones tendierten um +0,2 bzw. -0,2 Prozent auf 5.074 bzw. 38.856 Punkte kaum verändert.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstagmorgen wenig bewegt. Auch dort wartete man auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA. So verlor der japanische Nikkei 225 minimal um 0,1 Prozent an Wert auf 39.166 Punkte.

So steht´s um den DAX

Nach der jüngsten Rekordjagd und dem Sprung über die Marke von 17.600 Punkten zeigte sich der DAX am Donnerstag erneut stärker und setzte seine Erfolgsserie fort. Am Morgen konnte die Marke von 17.700 Punkten geknackt werden und am Nachmittag bei 17.742,48 Punkten ein neues Allzeithoch markiert werden. Am Abend lagen die Kurszuwächse bei 0,44 Prozent auf 17.678,19 Punkte.

Weitere Unterstützung könnte laut Einschätzung vonseiten der Helaba-Analysten von den steigenden und im Kauf befindlichen Indikatoren kommen. “Insbesondere hervorzuheben ist das neue Hoch des Stochastic, da die Gefahr einer negativen Divergenz damit gebannt wurde. Zwar gibt es weiterhin Überkauftindikationen, Hinweise auf eine baldige Korrektur zeigen sich aber nicht”, heißt es weiter.

Zu den DAX-Top-Performern zählten zuletzt Siemens Energy, Sartorius und Allianz, während die Verlierergruppe allen voran aus Bayer, Commerzbank und Beiersdorf bestand.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Auf der Oberseite ist der Weg unverändert frei von weiteren charttechnischen Widerständen. Dabei bieten sich jetzt bereits die nächsten runden Hunderter-Marken bei 17.700 und 17.800 zur Orientierung an. In der etwas größeren Perspektive würde sogar die 18.000er-Barriere allmählich in den Fokus rücken.

Short-Szenario: Auf der Unterseite kann die erste Haltestelle weiterhin an der 17.500er-Schwelle angetragen werden, darunter könnte es zu einer raschen Abwärtsbewegung bis in den Bereich des Verlaufshochs vom 16. Februar bei 17.198 kommen. Fällt der DAX unter dieses Niveau, dürfte die Kurslücke vom vergangenen Donnerstag (22.) bei 17.118 vollständig geschlossen werden. Unterhalb von 17.100 müsste dann auf die obere Begrenzung der vormaligen Schiebezone (= das Top vom 6. Februar) bei 17.050 geachtet werden. Nach einem Rückfall in die alte Seitwärts-Range könnte ein Rücksetzer an bzw. ein Test der 17.000er-Barriere nicht ausgeschlossen werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL92WS 15.515,63 8,42 20,90 EUR
Turbo OS UL930U 16.154,20 12,11 14,54 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL7WKM 19.632,91 8,64 20,37 EUR
Turbo OS UH4LT9 19.048,20 12,08 14,55 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 29.02.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Heute schauen Anleger vor allem auf die neuesten US-PCE-Daten. Schließlich geht es beim Blick auf den Deflator für die privaten Konsumausgaben um die wichtige Frage, wann die Notenbank Fed die Leitzinsen senken wird. Dabei fielen die Daten positiv und damit weniger heiß als befürchtet aus.

Im Vergleich zum Vorjahr und Vormonat wurde eine Steigerung von 2,4 Prozent und 0,3 Prozent gemeldet und damit im Rahmen der Erwartungen. Die Kernrate lag bei 2,8 Prozent und 0,4 Prozent. Auch hier gab es keine Überraschungen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse