Märkte am Mittwoch: Jerome Powell stellt Zinssenkungen noch in diesem Jahr in Aussicht

DAX zeigt sich robust | Deutsche Post wird abgestraft

Bildquelle: markteinblicke.de

Angeführt von einer Korrektur bei vielen großen Technologiewerten wie Apple, setzten gestern die US-Aktienmärkte zurück. Heute zeigen sich die US-Märkte dagegen wieder erholt.

Im Fokus stand der Auftritt von Fed-Chef Powell vor dem US-Repräsentantenhaus. Dabei signalisierte er, dass Leitzinssenkungen irgendwann im laufenden Jahr erfolgen werden, nur jetzt noch nicht.

Der NASDAQ Composite kletterte zuletzt um 0,8 Prozent auf 16.069 Punkte nach oben. S&P 500 und Dow Jones legten zeitweise um 0,6 bzw. 0,8 Prozent auf 38.823 Zähler bzw. 5.118 Punkte zu.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Mittwochmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 notierte minimal im Minus bei 40.090 Punkten, während der Hongkonger Hang Seng Index zeitweise 1,7 Prozent auf 16.438 Punkte hinzugewinnen konnte. Im Fokus standen vor allem der chinesische Volkskongress und das BIP-Wachstumsziel von ungefähr 5 Prozent. Zudem wollen die Pekinger Behörden stärker gegen Marktmanipulationen vorgehen und Kleinanleger stärker schützen.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Mittwoch wenig bewegt. Das Plus lag am Abend bei 0,10 Prozent auf 17.716,71 Punkte.

Die Analysten der Helaba verweisen darauf, dass der deutsche Leitindex bereits Anfang dieser Woche seine Gewinnserie beendet habe. “Aufgrund der Kursgewinne hat sich eine überkaufte Marktlage entwickelt, die mit der Korrektur nun abgebaut wird. Eine erste Unterstützung zeigt sich um 17.600 und das 38,2 %-Retracement des letzten Aufwärtsimpulses ist bei 17.440 zu finden, heißt es weiter.

Unternehmensseitig stand vor allem die Deutsche Post (WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004) im Fokus. Der Logistikkonzern musste Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen. Die Aktie verlor mehr als 6 Prozent und landete am Indexende. In der Verlierergruppe waren auch Fresenius und Vonovia zu finden, während ganz weit oben Symrise, Zalando und Bayer standen.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Für neue Impulse auf der Oberseite müsste der deutsche Leitindex jetzt im ersten Schritt über 17.700 steigen und direkt im Anschluss auch die 17.800er-Schwelle überwinden. Kann danach auch das aktuelle Allzeithoch bei 17.817 überboten werden, wäre der Weg anschließend wieder frei von weiteren charttechnischen Widerständen.

Das Short-Szenario: Unterhalb des gestrigen Tagestiefs sollte dagegen auf die Kurslücke vom vergangenen Donnerstag geachtet werden. Gibt der DAX nach einem Gap-Close bei 17.601 weiter ab, käme zunächst die 17.500er-Marke als Haltestelle infrage. Darunter müsste mit einem größeren Rücksetzer bis in den Bereich des Verlaufshochs vom 16. Februar bei 17.198 gerechnet werden, bevor die offene Kurslücke vom 22. Februar bei 17.118 geschlossen werden dürfte. Unterhalb von 17.100 Punkten wäre schließlich ein Rückfall in die vormalige Schiebezone denkbar, deren obere Begrenzung durch das Top vom 6. Februar bei 17.050 definiert wird. Etwas tiefer sollte die runde 17.000er-Marke stützend wirken.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL89KE 15.580,22 8,43 20,98 EUR
Turbo OS UL96ZM 16.258,50 12,42 14,23 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UH37FT 19.773,06 8,39 21,05 EUR
Turbo OS UH4F3Z 19.084,09 12,44 14,18 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 06.03.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Neben der Powell-Rede schauten Anleger heute auch auf den ADP-Report. Dieser wies einen Stellenzuwachs im Februar von 140.000 Arbeitsplätzen aus und damit weniger als erwartet. Analysten gingen von 150.000 Stellen aus. Besonders gut lief es im Freizeit- und Gastgewerbe mit 41.000 neuen Arbeitsplätzen. Am Freitag folgt der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse