Märkte am Donnerstag: DAX springt auf Rekordhoch

US-Börsen zeigen sich fester | EZB im Fokus

Bildquelle: markteinblicke.de

Die US-Börsen beendeten den gestrigen Mittwochhandel mit leichten Zugewinnen. Der Erholungsversuch fiel insgesamt wenig beeindruckend aus, nachdem sich die wichtigsten Aktienindizes im Tagesverlauf von ihren Höchstständen entfernt hatten.

Heute setzten die wichtigsten US-Aktienindizes diese Erholung fort. Der NASDAQ Composite notierte zuletzt 1,4 Prozent im Plus bei 16.260 Punkten. S&P 500 und Dow Jones legten um 1,0 bzw. 0,4 Prozent auf 5.155 bzw. 38.803 Punkte zu. Im Fokus stand erneut Fed-Chef Jerome Powell, der Leitzinssenkungen noch in diesem Jahr in Aussicht stellte.

Der Blick nach Asien

Der japanische Leitindex Nikkei 225 setzte nach der jüngsten Rekordjagd zurück und rutschet unter die Mare von 40.000 Punkten. Am Ende stand ein Kursminus von 1,2 Prozent auf 39.598 Zähler zu Buche.

Negative Vorzeichen wurden auch bei den chinesischen Aktienindizes beobachtet, obwohl die Daten zum chinesischen Außenhandel besser als erwartet ausgefallen sind.

So steht´s um den DAX

Der deutsche Leitindex DAX konnte nach anfänglichem Auf und Ab seine Erholung fortsetzen. Das Plus lag zuletzt bei 0,71 Prozent auf 17.842,85 Punkte. Zuvor war bei 17.879,11 Zählern ein neues Allzeithoch eingestellt worden.

Zwar beließ die EZB die Leitzinsen unverändert, dafür bewegen sich die Inflationserwartungen in die richtige Richtung.

An der Indexspitze waren zuletzt Sartorius, Commerzbank und Vonovia zu finden, während die größten Verluste bei Porsche AutomobilContinental und Brenntag zu beobachten waren.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Um in den Rally-Modus der Vorwoche zurückkehren, sollte der deutsche Leitindex jetzt per Tagesschluss über die 17.800er-Schwelle springen und zur Bestätigung auch das aktuelle Allzeithoch bei 17.817 überwinden. Gelingt der Sprung auf einen neuen historischen Höchststand, wäre der Weg anschließend wieder frei von weiteren charttechnischen Widerständen.

Das Short-Szenario: Auf der Unterseite steht dagegen weiterhin das Tagestief vom Dienstag bei 17.643 im Fokus. Fallen die Notierungen unter diesen Halt, könnte die Kurslücke vom vergangenen Donnerstag bei 17.601 geschlossen werden. Der nächste Halt wäre dann an der 17.500er-Marke zu finden, bevor es zu einem größeren Rücksetzer bis in den Bereich des Verlaufshochs vom 16. Februar bei 17.198 kommen könnte. Unterhalb dieses Levels müsste mit der Schließung des offenen Gaps vom 22. Februar bei 17.118 gerechnet werden. Drehen die Blue Chips im Anschluss nicht wieder nach oben, wären weitere Abgaben bis an das Top vom 6. Februar bei 17.050 und/oder an die 17.000er-Barriere möglich.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9J5U 15.655,09 8,57 20,67 EUR
Turbo OS UL9YAS 16.341,73 12,82 13,83 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UH37FT 19.773,29 8,59 20,62 EUR
Turbo OS UH4F3Z 19.084,31 12,86 13,76 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 07.03.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Heute gibt es Teil zwei der Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem US-Kongress. Die Message bleibt die gleiche. Zwar soll es Leitzinssenkungen noch in diesem Jahr geben, jedoch jetzt gerade noch nicht. Am Markt hat man sich zuletzt ohnehin von Leitzinssenkungen im März und auch Anfang Mai verabschiedet. Selbst der Juni-Termin scheint zu wackeln.

Am Abend wird US-Präsident Joe Biden seine Rede zur Lage der Nation halten. Die Märkte dürften diese allerdings eher ignorieren. Zumal sich die Börsen bereits auf die kommenden US-Präsidentschaftswahlen im November konzentrieren. Morgen folgt dann der Februar-Arbeitsmarktbericht. Hierzulande schauen Anleger wiederum ganz besonders auf die EZB. Der Leitzins bleibt unverändert, in Sachen Inflation gibt es aber Fortschritte.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse