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Die Wall Street hat sich offenbar mit der Aussicht auf eine höhere Inflation und steigende Zinsen arrangiert. Da ist es ein zusätzlicher Kurstreiber, dass die Renditen am Anleihemarkt in den vergangenen Tagen wieder zurückgekommen sind.

Der Deutsche Aktienindex macht die Erholung an der Wall Street nicht mit, da man Angst vor neuen hohen Belastungen für die Autohersteller im Zuge des heute anstehenden Urteils des Bundesverwaltungsgerichts haben muss. Bei 12.530 Punkten verläuft die Aufwärtstrendlinie seit Beginn der Erholungsbewegung. Darunter kann es im DAX (WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008) etwas ungemütlich werden.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht heute neben dem Urteil zu möglichen Fahrverboten ganz klar der Wirtschaftsbericht des neuen US-Notenbankchefs Jerome Powell. Das Einfachste für ihn wäre sich an das zu halten, was dem Markt bereits bekannt ist. Da viele seiner Kollegen bereits das gleiche getan haben, um die Märkte zu beruhigen, dürfte er das heute auch tun.

Mario Draghi sprach gestern in Brüssel erneut über die möglichen Ursachen dafür, dass die Inflation noch nicht das Ziel der EZB erreicht hat und nannte dafür den Überhang an nicht genutzter Kapazität in der Industrie der Eurozone. Dies sei jedoch ein temporärer Effekt, er bestätigte den geldpolitischen Ausblick, der dem Markt bereits bekannt war. Die Zentralbanken werden sich stark zurückhalten, solange die Märkte ein so genaues Auge auf die Zinsentwicklung haben.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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