Das Handelsblatt berichtet heute in einem insgesamt sehr aufschlussreichen Artikel über das Geschäft mit dem Einwegpfand. Offenbar verdienen große Handelsketten besonders an diesem Geschäft, v.a. auch durch ein Schlupfloch im Umsatzsteuerrecht:

Weil zwischen Abfüllern, Einzelhändlern und Endkunden unterschiedliche Mehrwertsteuer-Regelungen gelten, winkt vielen Läden ein Zusatzerlös. Und zwar immer dann, wenn sie mehr Getränkeverpackungen zurücknehmen als verkaufen. Jeden überschüssigen 25-Cent-Betrag erstattet ihnen der Abfüller zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer, obwohl der Supermarkt seinen eigenen Kunden zuvor die 25 Cent ohne Mehrwertsteuer ausgezahlt hat. Nutznießer sind Filialketten, wo häufig große Mengen an Leergut abgegeben werden, Verlierer dagegen Kioske und Tankstellen.

Über die unterschiedlichen Umsatzsteuersätze für Maulesel und Pferde kann man ja noch schmunzeln, aber über sowas?

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1 Kommentar auf "Umsatzsteuer absurd – das Einwegpfand sorgt für gute Geschäfte"

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Christoph Scherbaum
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Das ist echt mal der Hammer – aber auch typisch deutsch, wie ich finde….