Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Stimmung an der Wall Street ist wegen des politischen Störfeuers aus dem Weißen Haus in punkto Protektionismus und unvorhersehbaren präsidialen Tweets heute getrübt. Denn gerade das starke Gewinnwachstum der Unternehmen befeuerte die Börse in den vergangenen Monaten. Den Großteil ihrer Gewinne machen die an der Wall Street gelisteten Firmen aber nicht in den USA, sondern im Ausland. Jetzt greift die Angst um sich, dass Handelsschranken in Form von Strafzöllen dieser Entwicklung einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Auch wenn sich sowohl der Deutsche Aktienindex als auch die Wall Street im Laufe des Tages von ihren vorbörslichen Tiefs lösen und nach oben absetzen konnten, kann das für den Moment auch einfach nur der Versuch sein, die Kurslücken zum gestrigen Schlusskurs zu schließen. Der US-Dollar stieg im Laufe des Nachmittags an und bricht damit einen mehrtätigen Abwärtstrend. Ein wenig können die DAX-Bullen also in den kommenden Tagen auf einen schwächeren Euro hoffen, quasi als Kompensation für die wacklige Lage an den US-Börsen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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