Bildquelle: Pressefoto Dialog Semiconductor

Mit den ordentlich ausgefallenen Geschäftsergebnissen für das vierte Quartal 2017 und einem positiven Ausblick auf 2018 hat Dialog Semiconductor (WKN: 927200 / ISIN: GB0059822006) den jüngsten Apple-Schock verdaut. Allerdings heißt dies nicht, dass sich das TecDAX-Unternehmen und Investoren nun gar nicht mehr mit möglicherweise wegbrechenden Aufträgen vonseiten des iPhone-Konzerns beschäftigen müssen.

Seit geraumer Zeit kritisieren Marktteilnehmer die hohe Abhängigkeit des schwäbisch-britischen Halbleiterkonzerns Dialog Semiconductor von seinem Großkunden Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005). Eines Tages könnten die Aufträge aus dem kalifornischen Cupertino weniger werden und Dialog Semiconductor hart treffen, lautet das Argument. Ende des vergangenen Jahres erreichten die Spekulationen rund um sinkende Apple-Aufträge ihren vorläufigen Höhepunkt.

Einerseits wurde spekuliert, dass Apple wichtige Chips im Bereich Strommanagement für seine Geräte wie iPhones in Eigenregie herstellen könnte. Andererseits fragten sich Marktteilnehmer, wie gut sich die neueste iPhone-Generation überhaupt verkaufen würde und ob nicht so langsam eine Sättigung am Markt eingetreten ist. Diese Spekulationen ließen den Kurs der Dialog-Semiconductor-Aktie Ende 2017 regelrecht abstürzen. Mit den Geschäftszahlen für das Schlussquartal 2017 und dem Ausblick auf 2018 konnte das Management des TecDAX-Unternehmens jedoch für Beruhigung am Markt sorgen.

Offenbar verkauften sich das Jubiläumsmodell iPhone X und die anderen Smartphone-Modelle aus dem Hause Apple so gut, dass sich Dialog Semiconductor nicht über eine mangelnde Nachfrage nach seinen Chips beschweren konnte. Laut Unternehmensangaben vom 28. Februar lagen die Umsatzerlöse im Dezember-Quartal 2017 bei 464 Mio. US-Dollar. Ein Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2017 wurde ein Umsatzanstieg um 13 Prozent auf 1,35 Mrd. US-Dollar ausgewiesen. Darüber hinaus stellt das Management einen sehr guten Auftakt in das Geschäftsjahr 2018 in Aussicht. Die Umsatzerlöse werden im März-Quartal 2018 bei 330 bis 360 Mio. US-Dollar gesehen. Auch auf Gesamtjahressicht wurde von einem „guten“ Umsatzwachstum gesprochen.

Für das laufende Geschäftsjahr scheinen also keine größeren Auftragsstornierungen anzuliegen. Andernfalls hätte Dialog Semiconductor Anleger bereits vorgewarnt. Offen bleibt jedoch, was ab 2019 passiert. Schließlich hatte das TecDAX-Unternehmen seinerseits eingeräumt, dass Apple sehr wohl in der Lage sei, einige der bisher von Dialog Semiconductor bezogenen Chips selbst herzustellen. Im Fokus stehen Komponenten im Bereich Strommanagement (PMICs, power management integrated circuits).

Das Management von Dialog Semiconductor muss nun rechtzeitig die Kundenbasis vergrößern. Erste Erfolge wurden in dieser Hinsicht bereits verbucht. Im jüngsten Geschäftsbericht hieß es, dass man eine größere Diversifikation im Vorjahr unter anderem mithilfe kleinerer Übernahmen erreichen konnte. Anfang November 2017 wurde die Übernahme von Silego Technology für 276 Mio. US-Dollar vollzogen. Allerdings werden deutlich höhere Ausgaben vonnöten sein, um einen möglichen Wegfall von Apple-Aufträgen auffangen zu können.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Dialog-Semiconductor-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DM9UM2 / ISIN: DE000DM9UM21) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,13, die Barriere bei 20,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM9G99 / ISIN: DE000DM9G992, aktueller Hebel 3,09; Barriere bei 28,55 Euro) auf fallende Kurse der Dialog-Semiconductor-Aktie setzen.

Stand: 09.03.2018/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

© Deutsche Bank AG 2018
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

Bildquelle: Pressefoto Dialog Semiconductor

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei