Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Schwäche des Deutschen Aktienindex in diesen Tagen ist geradezu erschreckend. Der Markt ist jetzt wieder unter die Marke von 12.390 Punkten gefallen. So dürfte es wohl bald einen erneuten Test der 12.000-Punkte-Marke geben. Vor dem großen Verfallstag am Freitag ist zudem mit sehr nervösem Handel in Frankfurt zu rechnen.

Vielleicht wittern einige Investoren jetzt härteren Gegenwind aus den USA, sowohl handelspolitisch wie auch in Sachen Außenpolitik, nachdem mit Chefdiplomat Rex Tillerson ein weiterer Widersacher Trumps und eher Verfechter moderater Töne das Weiße Haus verlässt.

Die Inflationsdaten aus den USA unterdessen waren erneut ein Hinweis, dass steigende Preise erst einmal kein Problem mehr sind, auf das der Markt schauen sollte. Das waren grundsätzlich gute Nachrichten für die Börse. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass die Themen, auf die sich die Märkte gerade fokussieren, selten diejenigen sind, von denen aus das nächste Mal Unruhe herrühren wird. Auch die langfristigen Inflationserwartungen nehmen kontinuierlich ab. Inflation ist derzeit kein echtes Angstthema für die Märkte mehr.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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