Bildquelle: Evotec AG

Evotec (WKN: 566480 / ISIN: DE0005664809) hat für frische Anlegerfantasien gesorgt. Wieder einmal war Sanofi dabei behilflich. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Evotec-Aktie ein ähnliches Kursfeuerwerk wie in den Vorjahren entfachen kann.

Im Herbst des vergangenen Jahres war für die Kursrallye der Evotec-Aktie im Bereich von 22 Euro vorerst Schluss. Dieses Niveau hat das TecDAX-Papier immer noch nicht wieder erreicht. Allerdings ist die Erholung längst im Gange. Nur wollte das Tempo nicht so recht anziehen. Doch nun könnte Evotec selbst für den entscheidenden Schub gesorgt haben. In den vergangenen Jahren war es unter anderem eine umfangreiche Kooperation mit Sanofi, die im Fall von Evotec für Anlegerfantasien gesorgt hatte. Nun sorgte der französische Pharmakonzern einmal mehr dafür, dass Anleger verstärkt auf das Hamburger Biotechnologieunternehmen aufmerksam wurden.

Am 8. März hatte Evotec den Beginn von exklusiven Verhandlungen mit Sanofi bezüglich des Aufbaus einer von Evotec geführten „Open Innovation“-Plattform zur beschleunigten Erforschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Infektionskrankheiten gemeldet. Diese soll in Frankreich, in der Nähe von Lyon, ansässig sein. Mehr als 150 Wissenschaftler werden laut Unternehmensangaben innerhalb von Evotec im Bereich der Infektionskrankheiten forschen. Evotec erhält eine einmalige Vorabzahlung in Höhe von 60 Mio. Euro sowie eine signifikante langfristige finanzielle Unterstützung, um die Entwicklung des Portfolios zu gewährleisten, während bestimmte Optionsrechte an der Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung der Antiinfektiva-Projekte bei Sanofi verbleiben würden.

Es ist offenbar ein übliches Spiel im Fall der Evotec-Aktie. Erfolgsmeldungen in Bezug auf Forschungserfolge und neue lukrative Kooperationen mit großen Pharmakonzernen und wichtigen Forschungseinrichtungen sorgen regelmäßig für Anlegerfantasien. Allerdings fallen die Kursbewegungen nach unten teilweise sehr heftig aus, wenn es an die Gewinnmitnahmen von Anlegerseite geht. Ein Grund, warum Investoren starke Nerven mitbringen müssen. Neben Gewinnmitnahmen können es aber auch Fehlschläge in der Forschung sein, die den Kurs eines Biotechnologietitels wie Evotec belasten. Im vergangenen Jahr waren es zudem die hohen Kosten, die bei einigen Anlegern auf Kritik gestoßen sind und den Kurs der Evotec-Aktie belastet hatten. Mit höheren Kosten steigen nun einmal auch die Risiken.

Darüber hinaus sind Werte aus der zweiten Reihe im derzeitigen Börsenumfeld nicht gerade dazu prädestiniert die allerbeste Performance an den Tag zu legen. Sollten die Aktienkurse wie Anfang Februar 2018 und im Zuge der jüngsten Diskussionen um einen möglichen Handelskrieg zwischen der EU und den USA erneut auf breiter Front abstürzen, könnten sich Anleger, wie so häufig in turbulenten Zeiten am Aktienmarkt, erneut zunächst von riskanteren Werten trennen. Dies kann dazu führen, dass diese Werte besonders hart abgestraft werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Evotec-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DS2LC6 / ISIN: DE000DS2LC69) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 5,26, die Knock-Out-Schwelle bei 14,3000 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM8UYP / ISIN: DE000DM8UYP9, aktueller Hebel 4,05; Knock-Out-Schwelle bei 17,8000 Euro) auf fallende Kurse der Evotec-Aktie setzen.

Stand: 13.03.2018/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

© Deutsche Bank AG 2018
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Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

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