Märkte am Donnerstag: DAX kann zulegen

Netflix steht im Fokus | Sartorius sackt ab

Bildquelle: markteinblicke.de

Die US-Aktienmärkte zeigten sich am gestrigen Mittwoch erneut schwächer. Für den S&P 500 war es der vierte Verlusttag in Folge. Am heutigen Donnerstag präsentierten sich die US-Aktienindizes wiederum etwas freundlicher.

Der NASDAQ Composite notierte zuletzt 0,4 Prozent im Plus bei 15.749 Punkten. Der S&P 500 konnte um 0,4 Prozent auf 5.044Punkte zulegen, während das Plus im Dow Jones bei 0,6 Prozent auf 37.986 Punkte lag. Neben neuen Konjunkturdaten galt der Anlegerblick vor allem weiteren Quartalsberichten.

Der Blick nach Asien

Obwohl der S&P 500 gestern den vierten Verlusttag in Folge verzeichnet hatte, folgten die asiatischen Märkte diesem am heutigen Donnerstagmorgen nicht nach unten. Die wichtigsten Aktienindizes Asiens verbuchten teilweise deutlich Zuwächse. Zwar lag das Plus im japanischen Nikkei 225 lediglich bei 0,3 Prozent auf 38.079 Punkte, dafür kletterte der Hongkonger Hang Seng Index um 0,9 Prozent auf 16.398 Zähler.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Donnerstag lange Zeit wenig bewegt. Am Abend dreht der Leitindex jedoch etwas auf und am Ende lag das Plus bei 0,47 Prozent auf 17.853,56 Punkte. Trotz der Stabilisierung verweisen die Helaba-Analysten jedoch darauf, dass das Korrekturszenario dominieren würde.

„So stehen Stochastic und MACD auf Verkauf und mit Kursen unter 18.000 bleiben die Perspektiven getrübt. Darüber ist zudem die 21-Tagelinie (18.152) zu erwähnen. Unterstützungen zeigen sich um 17.700 und an der dicht darunter verlaufenden 55-Tagelinie (17.655)“, heißt es in ihrer Analyse.

Zu den Tagesgewinnern gehörten heute Adidas, RWE und Commerzbank, während die Verliererliste allen voran aus Sartorius (WKN: 716563 / ISIN: DE0007165631), Rheinmetall und Infineon bestand. Dabei sackte die Sartorius-Aktie zeitweise um fas 20 Prozent ab. Trotz eines schwachen Jahresauftakts wurden die Prognosen bestätigt, allerdings bleibt vor allem das China-Geschäft ein Problemkind.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Auf der Oberseite müssten die Kurse weiterhin auf Schlusskursbasis über 18.000 Punkte steigen und den Re-Break mit einem Close oberhalb des Verlaufstiefs vom 5. April bei 18.088 bestätigen. Mit dem Top vom 21. März bei 18.180 und dem Tagestief vom 2. April bei 18.276 würden sich zwei weitere Hürde in den Weg stellen. Oberhalb von 18.300 könnte es dann zu einem Anstieg an das aktuelle Allzeithoch bei 18.567 kommen.

Das Short-Szenario: In der Gegenrichtung kann die erste Unterstützung weiterhin an der kurzfristigen 50-Tage-Linie (aktuell bei 17.728) bzw. am frischen April-Tief vom Dienstag bei 17.714 angetragen werden. Unterhalb dieses Niveaus wären weitere Abgaben bis an das Zwischentief vom 7. März bei 17.619 möglich, wobei nur wenig tiefer auch das kleine Gap vom 29. Februar bei 17.601 geschlossen werden könnte. Weitet sich die Korrektur unterhalb von 17.500 aus, müsste mit einem Rücksetzer bis an das Verlaufshoch vom 16. Februar bei 17.198 bzw. bis zum GD100 (17.179) gerechnet werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9FKJ 15.702,33 8,56 20,77 EUR
Turbo OS UL93RX 16.337,64 12,31 14,44 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM30BW 19.845,39 8,56 20,76 EUR
Turbo OS UM3XDR 19.209,57 12,32 14,42 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 18.04.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

In den USA hatten Anleger neben den wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auch den Philly-Fed-Index für den Monat April im Blick. Dabei stellte sich die Frage, ob sich die US-Wirtschaft weiterhin robust präsentiert. Dies tat sie. Der Philadelphia-Fed-Index für den Monat April kletterte von 3,2 Punkten im März auf nun 15,5 Zähler.

Die Markterwartungen wurden übertroffen, während der höchste Stand seit April 2022 erreicht wurde. Die Inflationskomponente zeigte sich zudem heiß. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verharrte wiederum mit 212.000 auf niedrigem Niveau. Die Marktschätzungen lagen bei 215.000.

Im Zuge der Berichtssaison steht vor allem Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) im Fokus. Mit Blick auf den mutmaßlichen Sieg in den „Streaming Wars“ oder den Erfolgen beim Kundenfang sowie der Monetarisierung im Bereich Password-Sharing war die Stimmung am Markt zuletzt positiv. Für das abgelaufene erste Quartal 2024 erwartet der Markt laut FactSet im Schnitt einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,51 US-Dollar und einem Umsatz in Höhe von 9,27 Mrd. US-Dollar.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse