Märkte am Freitag: DAX verringert seine Verluste

US-Wirtschaft läuft weiter heiß | Nahostkonflikt gerät erneut in den Fokus

Bildquelle: markteinblicke.de

Die US-Aktienmärkte zeigten sich am gestrigen Donnerstag weitgehend schwächer. Der S&P 500 verzeichnete seinen fünften Verlusttag in Folge. Heute droht der Sechste. Insgesamt zeigten sich die US-Börsen uneinheitlich.

Der S&P 500 verlor zuletzt 0,1 Prozent auf 5.006 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,6 Prozent auf 15.512 Zähler einbüßte. Im Dow Jones lag das Minus bei 0,2 Prozent auf 37.890 Zähler.

Mit Sorge wurde auf einen mutmaßlichen Gegenschlag Israels geschaut, nachdem einige Tage zuvor der Iran israelisches Gebiet mit Raketen angegriffen hatte. Allerdings scheint die Situation derzeit heruntergespielt zu werden, was die Märkte etwas entspannt.

Der Blick nach Asien

Nach einem mutmaßlichen Angriff Israels auf den Iran sind die asiatischen Märkte am Freitagmorgen deutlich in die Verlustzone gerutscht. Beispielsweise verlor der japanische Nikkei 225 2,7 Prozent an Wert und landete bei 37.068 Punkten.

So steht´s um den DAX

Eine Eskalation der Lage in Nahost drückt den DAX am Freitag in die Verlustzone. Das Minus lag zuletzt bei 0,6 Prozent auf 17.732 Punkte. Auch das technische Bild des DAX mahnt laut Einschätzung der Helaba-Analysten zur Vorsicht und es gebe Unsicherheiten auch in Bezug auf die Zinswende in den USA.

„Vor diesem Hintergrund scheint eine Korrekturausdehnung möglich und bei Unterschreiten der genannten Unterstützungen sind Verluste bis zunächst 17.620 zu erwarten“, heißt es weiter.

Zu den größten Verlierern zählen heute Sartorius, Siemens Energy und Covestro, während sich die Deutsche Telekom, Symrise und Deutsche Bank an der Indexspitze relativ gut behaupten konnten.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Kann der deutsche Leitindex die positiven Tendenzen heute mit weiteren Kursanstiegen bestätigen, sollten die Notierungen (idealerweise per Tagesschluss) über die 18.000er-Marke steigen und den Re-Break mit einem Sprung über das Verlaufstief vom 5. April bei 18.088 bestätigen. Danach würden das Top vom 21. März bei 18.180 und das Tagestief vom 2. April bei 18.276 in den Fokus rücken. Gelingt der Ausbruch über dieses Level, hätten die Notierungen Platz für einen Sprint an das aktuelle Allzeithoch bei 18.567 Punkten.

Das Short-Szenario: Auf der Unterseite kann die erste Haltelinie weiterhin am kurzfristigen GD50 (aktuell bei 17.744) festgemacht werden. Direkt darunter sollte auf das neue April-Tief vom Dienstag bei 17.714 geachtet werden. Weitere Haltestellen wären am Tief vom 7. März bei 17.619 und bei 17.601 zu finden. Hält der Abwärtsdruck unterhalb von 17.500 Punkten an, müsste mit weiteren Abgaben bis zum Top vom 16. Februar bei 17.198 gerechnet werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9FKJ 15.706,78 8,68 20,54 EUR
Turbo OS UL93RX 16.342,22 12,55 14,21 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM31EZ 19.810,61 8,61 20,61 EUR
Turbo OS UM3TSE 19.164,99 12,52 14,18 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 19.04.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Neben den deutschen Erzeugerpreise für den Monat April werden am heutigen Freitag nur wenige marktbewegende Konjunkturdaten veröffentlicht. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes fielen die deutschen Erzeugerpreise im März gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent. Im Vormonatsvergleich wurde jedoch ein Plus von 0,2 Prozent ausgewiesen. Interessant wird heute auch der Blick auf die US-Berichtssaison.

Die vor US-Börseneröffnung präsentierten Zahlen von American Express (WKN: 850226 / ISIN: US0258161092) dürften auch einiges über die Kauflaune in den USA sagen. Analysten gehen laut FactSet-Konsens von einem EPS von 2,95 US-Dollar bei Umsätzen von 15,79 Mrd. US-Dollar aus. Auch Procter & Gamble (WKN: 852062 / ISIN: US7427181091) bilanziert vorbörslich am Freitag. Hier liegen die FactSet-Konsensschätzungen mit Blick auf den bereinigten Gewinn je Aktie bei 1,41 US-Dollar, während die Umsatzschätzungen 20,44 Mrd. US-Dollar betragen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse