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Mit dem Ende des US-Dollar-Absturzes war es auch mit der Ölpreisrallye erst einmal vorbei. Angesichts der Entwicklungen an den weltweiten Rohölmärkten ist es jedoch selbst bei einer erneuten Schwächeperiode des Greenback nicht sicher, dass sich die Rohölnotierungen wieder steil nach oben bewegen werden.

Seit Mitte 2017 erlebte der Ölpreis einen steilen Anstieg. Ein wichtiger Grund waren die von der OPEC und einigen wichtigen Nicht-OPEC-Mitgliedern wie Russland vereinbarten Förderkürzungen. Insgesamt sollten pro Tag 1,8 Millionen Barrel weniger auf den Markt gelangen. Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer hielten sich die OPEC-Mitglieder, anders als in der Vergangenheit, an die Vereinbarungen. Insbesondere Saudi-Arabien sorgte dafür, dass Förderkürzungen zuletzt umgesetzt und sogar übererfüllt wurden. Derzeit ist die Beschränkung der Förderung bis 2018 angesetzt. Eine Verlängerung wäre nichts Ungewöhnliches mehr.

Es waren jedoch nicht nur die Förderkürzungen, die eine Ölpreiserholung verursacht haben. Die Konjunktur entwickelt sich hervorragend, was zur Folge hat, dass die Nachfrage nach dem Schmiermittel der Weltwirtschaft hoch bleibt. Außerdem sorgte die Entwicklung an den Devisenmärkten dafür, dass die Rohölnotierungen über Umwege angekurbelt wurden. Rohstoffe und Edelmetalle werden in der Regel in US-Dollar gehandelt. Zum Ende des vergangenen Jahres und Anfang 2018 fiel der Greenback im Vergleich zum Euro deutlich im Wert, was sich wiederum positiv auf die Nachfrage und damit den Preis für Rohstoffe wie Öl auswirkte. Die Nordseesorte Brent konnte zeitweise sogar wieder über die Marke von 70 US-Dollar pro Fass klettern.

Allerdings geriet die Ölpreisrallye zuletzt ins Stocken. Dies liegt unter anderem daran, dass der Druck von Währungsseite geringer geworden ist. Niedrigere Steuern und steigende US-Staatsausgaben dürften die bereits sehr hohen Schulden des US-Staates zwar weiter ansteigen lassen und den US-Dollar damit belasten. Auf der anderen Seite hebt die Notenbank Fed die Leitzinsen weiter an, was die US-Währung wiederum aufwerten sollte. Aufgrund der vollzogenen Zinswende sind den Ölpreissteigerungen damit gewisse Grenzen gesetzt. Zudem ist die EZB von einer Leitzinswende weit entfernt, so dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar nicht allzu viel an Stärke gewinne sollte.

An den Ölmärkten selbst sind es vor allem die US-Ölförderer, die für eine Begrenzung des Rohölpreises sorgen sollten. Die Fracking-Industrie trägt dazu bei, dass die USA auf bestem Wege sind, sich als weltgrößter Ölförderer zu etablieren. Zwar hat der Ölfeldausrüster Baker Hughes zuletzt einen Rückgang bei der Zahl aktiver Bohrlöcher von 800 auf 796 festgestellt, dafür ist die Zahl in den Wochen zuvor deutlich angestiegen. Außerdem ist inzwischen bekannt, dass die neue US-Regierung und vor allem Präsident Donald Trump alles Mögliche unternehmen, um die heimische Ölförderung anzukurbeln. Neben der Abschaffung von Umweltvorschriften werden unter anderem Pipeline-Projekte vorangetrieben. Eine weitere Ausweitung der US-Ölproduktion hat das Potenzial, dem Bestreben der OPEC, die Ölpreise zu stützen, zuwiderzulaufen.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank (WKN: DM8PTF / ISIN: DE000DM8PTF0) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,28, die Knock-Out-Schwelle bei 51,2200 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (WKN: DM8PZM / ISIN: DE000DM8PZM3, aktueller Hebel 4,41; Knock-Out-Schwelle bei 77,7300 US-Dollar) auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen.

Stand: 15.03.2018/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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