Meta Platforms: Wahrnehmung entscheidet

Mit der Facebook-Mutter Meta Platforms und Tesla haben zwei Vertreter der "Magnificent Seven" ihre Q1-Zahlen veröffentlicht.. Die Reaktion sind spannend.

(Bildquelle: unsplash / Brett Jordan)

Mit Meta Platforms (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) und  Tesla-Aktie (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014)  haben die ersten beiden Vertreter der „Magnificent Seven“ ihre Zahlen zum ersten Quartal 2024 präsentiert. Die Marktreaktionen fühlen sich ein wenig nach der Bibelgeschichte von der Rückkehr des verlorenen Sohnes an.

Verschiedene Ausgangspunkte bei Meta Platforms und Tesla

Gefühlt hat Meta Platforms alles Richtig gemacht und über den Markterwartungen liegende Ergebnisse für das März-Quartal präsentiert. Trotzdem verlor die Aktie als Reaktion auf die Zahlenvorlage zeitweise prozentual zweistellig, während die Tesla-Aktie deutlich zulegen konnte.

Dabei enttäuschte der Elektrowagenbauer einige Konsensschätzungen und sorgte auch bei der Prognose mit der Aussicht auf eine anhaltende Schwäche am Elektroautomarkt nicht gerade für Jubelstimmung. Dafür jubelten Anleger darüber, dass die Ergebnisse nach den stark enttäuschenden Absatzstatistiken nicht noch viel schlimmer ausgefallen waren. Außerdem konnte Konzernchef Elon Musk erneut mit einigen optimistischen Aussagen für Anlegerbegeisterung sorgen.

Wichtig ist auch die Frage, wo die Aktien vor der Zahlenvorlage standen. Während die Tesla-Aktie mit einem Kursminus von mehr als 40 Prozent vor der Veröffentlichung der Zahlen in 2024 zu den schwächsten Werten im S&P 500 gehört hatte, war die Stimmung rund um Meta positiv. Hier betrug das Kursplus zeitweise mehr als 40 Prozent.

Zu hohe Erwartungen?

Letztlich wurden Meta die hohen Erwartungen in Verbindung mit der starken Kursperformance zum Verhängnis. Außerdem enttäuschte die Q2-Prognose. Auch die hohen Investitionen in die KI dürften Anlegern nicht geschmeckt haben.

Schließlich hatte man am Markt geglaubt, dass Meta nun seine Kosten in den Griff bekommen würde. Im ersten Quartal lag das EPS bei 4,71 US-Dollar, gegenüber Konsensschätzungen von 4,30 US-Dollar. Die Erlöse kletterten um 27 Prozent auf 36,45 Mrd. US-Dollar. Hier lagen die Schätzungen bei 36,1 Mrd. US-Dollar.

Das Management geht für das laufende zweite Quartal von Umsätzen von 36,5 bis 39 Mrd. US-Dollar. Der Mittelwert von 37,75 Mrd. US-Dollar liegt jedoch unterhalb der FactSet-Konsensschätzungen von 38,15 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig wurde das Jahresziel für die Investitionsausgaben von 30 bis 37 Mrd. US-Dollar auf 35 bis 40 Mrd. US-Dollar angehoben.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Auch wenn Marktteilnehmer enttäuscht auf die Umsatzaussichten sowie die hohen Investitionen bei Meta Platforms reagierten hat die Facebook-Muttergesellschaft mit den steigenden Werbeeinnahmen, auch dank des verstärkten KI-Einsatzes, sowie der vielen noch ungenutzten Möglichkeiten zur Monetarisierung, zum Beispiel bei WhatsApp, weiterhin viele Argumente auf seiner Seite.

Als Alternative zu einem Direktinvestment in Meta Platforms käme auch ein Indexzertifikat auf den Magnificent 7 Index (WKN: DA0AC0 / ISIN: DE000DA0AC05) infrage. Bei den Magnificent 7 handelt es sich um die sieben Technologiewerte Meta Platforms, Alphabet, Microsoft, Amazon, Apple, NVIDIA und Tesla, die in diesem Jahr die Börsenrallye lange Zeit fast ganz alleine gestemmt hatten.