Märkte am Dienstag: Warten auf die Fed

Berichtssaison geht mit Schwung weiter | Inflation in der Eurozone stagniert | Rekordtief bei Yen

Bildquelle: markteinblicke.de

Im Vorfeld des morgigen Feiertags und der zahlreichen Quartalsberichte und anstehenden Konjunkturdaten trennte sich so mancher Anleger heute von seinen Papieren. Besonders die Fed-Sitzung am Mittwoch sorgt hier für Unruhe.

Wall Street in Rot

Der Start in eine bewegte Daten- und Berichtswoche verlief an der Wall Street freundlich, doch bereits einen Tag später sieht die Welt anders aus. Angesichts enttäuschender Quartalsergebnisse etwa von McDonald’s sowie negativ ausgefallener Daten des Arbeitskostenindex dominierte die Farbe Rot.

Der breite S&P 500 verliert 0,8 Prozent auf 5.077 Punkte, während der NASDAQ Composite einen Rückgang von 0,9 Prozent auf 15.835 Zähler verbucht. Der Dow Jones verliert 0,8 Prozent auf 38.064 Punkte.

Im Fokus stehen zudem zahlreiche Bilanzdaten wie AMD, Amazon und Starbucks, die heute nach Börsenschluss vorgelegt werden.

Der Blick nach Asien

Die Märkte in Asien stiegen am Dienstag weitgehend analog zu den Bewegungen an der Wall Street, wobei die Anleger den chinesischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für April warteten. Der offizielle Einkaufsmanagerindex lag bei 50,4, verglichen mit 50,8 im März und Marktschätzungen von 50,3.

Im Blick stand auch ein die Yen-Stützung durch die Bank of Japan, nachdem die japanische Währung gegenüber dem US-Dollar auf ein Rekordtief gefallen war.

Der japanische Nikkei 225 kletterte um 1,05 Prozent auf 38.405 Punkte, während der Hang Seng in Hongkong lediglich 0,1 Prozent auf 17.765 zulegen konnte.

So steht´s um den DAX

Der DAX musste am Dienstag Federn lassen. Der Leitindex verlor bis zum Abend 1,03 Prozent auf 17.932,17 Punkte.

Auch aus charttechnischer Sicht bleibt es spannend. Helaba schreibt am Morgen: „Aufseiten der technischen Indikatoren ist hervorzuheben, dass sich die Lage jüngst verbessert hat und somit erneute Anstiege möglich erscheinen. Der ADX aber gibt weiter nach und weist darauf hin, dass der Aufwärtsimpuls bis Anfang des Monats (Allzeithoch am 2. April bei 18.567 Punkten) noch immer an Kraft verliert. Eine erste Hürde auf dem Weg zum Allzeithoch findet sich bei 18.235.“

Größte Gewinner waren die Aktien von Vonovia, Commerzbank und Siemens Energy. Am Indexende rangierten die Aktien von Daimler Truck, VW und Mercedes-Benz. Besonders die Schwaben standen nach schwachen Zahlen unter Druck. Aber auch VW konnte mit seinen Quartalszahlen wenig überzeugen.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sieht man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Auf der Oberseite sollte der DAX weiterhin über das Zwischenhoch vom 15. April bei 18.192 steigen. Gelingt der Break, müsste es im nächsten Schritt über das Tagestief vom 2. April bei 18.276 gehen. Darüber hätten die Kurse dann Platz für einen Anstieg an das aktuelle Rekordhoch, ebenfalls vom 2. April, bei 18.567 Punkten. Oberhalb der bisherigen Bestmarke wäre der Weg schließlich wieder frei von weiteren charttechnischen Widerständen.

Das Short-Szenario: Hält die Abwärtstendenz dagegen an, müsste zunächst auf das gestrige Tagestief bei 18.103 und anschließend auf das Verlaufstief vom 5. April bei 18.088 geachtet werden. Etwas tiefer dürfte die 18.000er-Schwelle erneut auf den Prüfstand gestellt werden, ehe es zu einem Test des kurzfristigen GD50 (aktuell bei 17.890 Punkten) kommen könnte. Drehen die Notierungen dort nicht wieder nach oben (Stichwort Pullback), wäre mit einem Rücksetzer in den Bereich des Tiefs vom 19. April bei 17.627 zu rechnen, wobei auf diesem Niveau auch das März-Tief stützend wirken dürfte.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9TYJ 16.043,97 8,66 20,93 EUR
Turbo OS UL93PX 16.670,52 12,34 14,69 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM3PQE 20.232,57 8,61 21,05 EUR
Turbo OS UM27FK 19.571,08 12,54 14,44 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 30.04.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im April um knapp 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit wurde der März-Werte wiederholt und auch die Erwartungen getroffen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.