Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Niedrigzinsen sorgen seit langem für unruhige Nächte bei vielen Deutschen. Doch statt auf die richtige Alternative zu Festgeld & Co. – die Sachwerte Aktien – zu setzen, wenden sich Sparer lieber Betongold oder anderen Bankprodukten zu. Eine neue Studie dazu bringt wieder einmal interessante Einsichten in das finanzielle Seelenleben der Deutschen.

Die Angst. Im Zuge der Werbeaktion „Tag der Aktie“ gelang es zumindest kurzfristig das Thema Aktien einem breiteren Publikum zu zeigen. Dennoch bedarf es solcher Aktionen eigentlich wöchentlich. Eine anlässlich der Aktion durchgeführten Studie zur Aktienkultur zeigt dies. Immerhin haben im vergangenen Jahr vier von zehn der Befragten über Investitionen in Aktien nachgedacht, doch nur elf Prozent legten auch tatsächlich darin an. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Zum einen hält knapp die Hälfte der Befragten Aktien für ein Spekulationsobjekt. Nur drei von zehn Deutschen betrachtet Aktien als gute Geldanlage. 35 Prozent fürchten, mit einem Aktieninvestment Geld zu verlieren, 30 Prozent haben Angst, die falschen Aktien zu kaufen.

Die Realität. Nach Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts im sogenannten DAX-Rendite-Dreieck lagen die jährlichen Renditen für 20-Jahres-Anlagezeiträume im DAX historisch betrachtet im Schnitt bei rund 9 Prozent. Das eingesetzte Vermögen verdoppelt sich bei dieser Wertentwicklung etwa alle 8 Jahre.

Verluste mussten die Anleger über solche Langfrist-Zeiträume in der Vergangenheit gar nicht fürchten. Im Gegenteil: Im schlechtesten vom Rendite-Dreieck erfassten 20-Jahreszeitraum lag die jährliche Rendite immerhin bei fast 6 Prozent. Für die Verdoppelung des Vermögens benötigte der Anleger dann rund 13 Jahre.

Und die Zinsen? Wer nun also die Ängste mit der Realität in Verbindung bringt, wird sehen, dass Aktien eine renditeträchtige Anlageform sind. Vorallem wenn man lange Zeiträume beachtet und breitgestreut investiert. Dann muss sich auch niemand Gedanken über Niedrigzinsen machen – hier herrscht nämlich seltsamerweise ein großer Realimus vor.

Laut der bereits genannten Studie sind knapp zwei Drittel der Deutschen – 64 Prozent – davon überzeugt, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben. Dass sie in den kommenden zwölf Monaten steigen, glauben sogar nur zwei Prozent der Befragten. Dieser Annahme lässt sich schwer widersprechen. Erstaunlich ist:

Laut der Studie würde knapp die Hälfte der Befragten auch bei steigenden Zinsen ihre Geldanlage nicht anpassen. Gleichzeitig meinen 46 Prozent, nicht das Beste aus ihrem Vermögen zu machen – sechs Prozentpunkte mehr als noch 2014. Vor allem die jüngeren Bundesbürger sehen noch Potenzial bei ihrer Geldanlage: Von den 25- bis 34-Jährigen gehen 61 Prozent davon aus, mehr aus ihrem Vermögen machen zu können.

FAZIT. Für eine Aktienkultur ist es nie zu spät – auch wenn es in Deutschland zugegeben schwierig bleibt.

Es hängt – wie so oft – am Eigenengagement. Um Geldanlage muss man sich kümmern, wie man sich um den Stromanbieter oder das neue Handy oder Auto kümmert. Das kostet Zeit und Mühe. Aber es lohnt sich.

Im Fall von Aktien bietet es sich an, sich durch interessante Bücher mit den Grundlagen vertraut zu machen. Unsere Übersichtsseite Aktien für Einsteiger kann ebenfalls nützlich sein. Anschließend geht es an die ersten richtigen Aktien. Dazu bedarf es eines Aktiendepots – entweder bei der Hausbank oder bei einem der günstigen Onlinebroker. Ein Depot-Vergleich bietet hier einen schnellen Überblick über die Kostenseite. Dann Depot eröffnen und schon kann es losgehen!

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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