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Auch wenn die US-Notenbank gestern Abend versuchte, die Botschaft einer restriktiveren Geldpolitik gut zu verstecken und damit die Investoren in Watte zu packen, weht den Aktienmärkten jetzt definitiv ein härterer Wind seitens der Geldpolitik entgegen. Die Zahl jener, die für das Jahr 2018 vier statt drei Zinsanhebungen für gerechtfertigt ansehen, ist gegenüber Dezember gestiegen und das ist das eigentlich negative Signal für den Aktienmarkt. Und nicht das, was wir da gestern von Jerome Powell gehört haben.

Die Zeichen an den Aktienmärkten stehen auf Korrektur. Der Dow Jones verliert im vorbörslichen Handel knapp 200 Punkte gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. Auch der Deutsche Aktienindex wackelt mehr und mehr. Aus technischer Sicht lässt sich für den DAX in den kommenden Wochen gar ein Kursziel von knapp über 11.000 Punkten ableiten.

Denn der Gegenwind weht nicht nur von der geldpolitischen Seite immer heftiger. Dass sich der Dollar trotz einer aggressiveren US-Geldpolitik abschwächt, lässt sich vor allem mit der Angst vor einem Handelskrieg mit China erklären. In dieser Woche geht es nun weiterhin darum zu beobachten, ob trotz der Unsicherheiten über die amerikanische Geld- und Handelspolitik neue Aktienkäufer angelockt werden können oder nicht. Für den Moment zumindest senken die Bullen den Daumen über den Markt und die Zeichen stehen auf Korrektur.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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