Bildquelle: markteinblicke.de

Drohender Handelskrieg, Steigende Zinsen, ein schwächerer ifo-Index. Am Donnerstag kam alles zusammen und der DAX stürzte ab. Besonders schlecht erging es den Bankenwerten Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) und Deutsche Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008). Dabei waren nicht nur negative Analystenkommentare und die schlechte Gesamtmarktstimmung schuld an der Misere. Was ist da los in Frankfurt?

Die Deutsche Bank kommt derzeit einfach nicht aus den Negativschlagzeilen raus. Wieder einmal steht sie im Mittelpunkt, wenn es um die Frage geht, mit welchem Recht sich wenig erfolgreiche Banker, satte Boni gönnen dürfen. Schließlich hat die Deutsche Bank nun den dritten Jahresverlust in Folge eingefahren, während die US-Konkurrenz, an der man sich ja irgendwann einmal orientiert hatte, schon wieder satte Milliardengewinne erzielt. Nun kamen neue Probleme in der Unternehmens- und Investmentbank hinzu, was die Aktie noch mehr unter Druck brachte.

Offenbar verlieren auch die Analysten immer mehr das Vertrauen in den deutschen Branchenprimus. Die Marktexperten bei der Citigroup haben das Kursziel für die Deutsche-Bank-Aktie von 9,50 auf 8,60 Euro nach unten gefahren. Damit wird dem DAX-Wert ein weiterer Kursverlust von mehr als 25 Prozent zugetraut. Wenig verwunderlich also, dass es beim „Sell“-Rating geblieben ist. Die Analysten kritisieren unter anderem die rückläufigen Erträge, zu langsam sinkende Kosten sowie faule Kredite im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Deutsche-Bank-Chart: boerse-frankfurt.de

Bei Independent Research befürchtet man wiederum, dass es noch einmal eine Diskussion um die langfristige Strategie geben könnte. Daher wurde das Rating für die Deutsche-Bank-Aktie mal eben von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ geändert, während das Kursziel von 16,50 auf 11,00 Euro nach unten geschraubt wurde.

FAZIT. Inzwischen sind wir es ja gewohnt, dass von allen Seiten auf die Deutsche Bank eingeprügelt wird. Doch selbst sie hat Fortschritte bei der Bewältigung der Finanzkrise gemacht. Die Rechtsrisiken wurden reduziert. Zugegeben, dafür sind neue Probleme hinzugekommen. Dafür scheint man sich endlich für eine Strategie entschieden zu haben. Zumindest ist die Aktie nun für Schnäppchenjäger günstig zu haben.

Wer auf eine Erholung der Deutsche-Bank-Aktie setzt und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MF2LFX / ISIN: DE000MF2LFX2) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben mit passenden Short-Produkten (WKN: MF1HRP / ISIN: DE000MF1HRP3) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Deutsche-Bank-Aktie zu setzen.

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[…] Vorschusslorbeeren zuteilt. Dabei steht es um die Deutsche Bank bestimmt nicht ganz so schlecht, wie uns weiß gemacht werden soll. Schließlich hat auch sie einige Erfolge bei der Aufarbeitung der Krise eingefahren. […]