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Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat ihre „Liste der Schande“ veröffentlicht. Darin werden die größten Kapitalvernichter der vergangenen Jahre benannt. Trotz dieser für die Börsen insgesamt wenig schmeichelhaften Liste heißt dies nicht, dass Sparer keine Aktien mehr kaufen sollten. Ganz im Gegenteil.

Aktien bleiben unverzichtbar. Die Fed hat die Leitzinsen in dieser Woche angehoben. Das erreichte Niveau von 1,5 bis 1,75 Prozent ist im historischen Vergleich jedoch nicht gerade hoch. Die EZB denk noch gar nicht an Leitzinserhöhungen, was schlecht ist für Sparer und klassische zinsgebunden Sparprodukte. Daher bleiben Aktien unverzichtbar, wenn man sich mithilfe einer ordentlichen Rendite eine auskömmliche Altersversorgung sichern möchte. Dass nicht jedes Aktieninvestment sofort den gewünschten Erfolg bringt, ändert an diesem Umstand nichts.

Auch die jüngsten Marktturbulenzen werden letztlich die Grundlage für die nächste Kursrallye legen. Es waren nicht die ersten Kursrücksetzer und es werden bestimmt nicht die letzten gewesen sein. Auf lange Sicht für jedoch kein Weg an Aktien vorbei, wenn man als Sparer nicht will, dass die Inflation die gesamte Rendite anderer Investments wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten auffrisst.

Die schwarzen Schafe. Natürlich gilt es dabei mit Bedacht vorzugehen. Wer gerne zocken möchte und auf schnelle Kursgewinne hofft, wird an den Börsen fündig. Wesentlich ruhiger schläft man jedoch, wenn man auf defensive Dividendenwerte setzt, die über Jahrzehnte unter Beweis gestellt haben, dass die Welt ihre Produkte benötigt und sie selbst in wirtschaftlichen Krisenzeiten hohe Dividenden zahlen können.

Es gibt aber auch die schwarzen Schafe, die Anlegern nur Kopfschmerzen bereiten. Diese sind regelmäßig in der DSW-Watchlist zu finden. Als größten Kapitalvernichter unter den Aktien im Prime Standard der Deutschen Börse im Jahr 2017 machte die DSW den Möbelkonzern Steinhoff (WKN: A14XB9 / ISIN: NL0011375019) aus. Das 2017er-Kursminus lag bei 93,5 Prozent. Ein Bilanzskandal und Insolvenz-Gerüchte haben das Papier abstürzen lassen. Wenn man sich die vergangenen fünf Jahre anschaut, wird die Kapitalvernichter-Liste vom Maschinenbauer Singulus (WKN: A1681X / ISIN: DE000A1681X5) angeführt. Diese legte in diesem Zeitraum ein Kursminus von 92,9 Prozent auf das Parkett.

Größe ist nicht alles. Dass Größe nicht notwendiger Weise ein Erfolgsgarant ist zeigt der Umstand, dass sich mit der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008), RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129), E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) und dem DAX-Absteiger ProSiebenSat.1 (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770) auch einige jetzige und ehemalige Unternehmen aus der ersten deutschen Börsenliga auf der DSW-Kapitalvernichterlister wiederfinden.

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