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Er fehlt mir: der Praktiker-Markt in meiner Heimatstadt. Seit der Geschäftsaufgabe steht das Gebäude leer. Wie geht es weiter – auch für noch investierte Anleger?

Bei Finanznachrichten sind schon ungefähr seit zehn Monaten keine News mehr eingestellt. Die Insolvenzbekanntgabe erfolgte im Juli 2013. Seither sind bald fünf Jahre ins Land gezogen. Gläubiger konnten ihre Forderungen anmelden. Die Aktien von Praktiker sind in Deutschland nicht mehr börsennotiert. Ende Mai 2017 erfolgte bei Xetra die Handelseinstellung. Das Delisting erfolgte auf Anregung des Insolvenzverwalters. Die Anleihen sind ebenfalls nicht mehr handelbar.

Mit Schreiben vom 20.03.2017 berichtet der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. über eine Gläubigerversammlung am 22.05.2017 in Sulzbach sowie die Quotenerwartung. Letzteres dürfte wie es aussieht mangels Masse keine Rolle spielen.

Mein Fazit: Schade. Das sieht mir nach einem Totalverlust für Anleiheinhaber aus, die die Wertpapiere noch im Bestand halten und was folglich zu Überlegungen führt, diese irgendwann einmal wertlos ausbuchen zu lassen. Gibt es eigentlich immer einen Insolvenz-Zock?

Da fällt mir beispielsweise die Aktie von Arcandor ein. Aber manchmal klappt wohl weder spekulatives Kaufen zu günstigen Preisen in der Hoffnung auf eine kleine Rallye, noch der Erhalt eines Rückzahlungsbetrages. Was bleibt ist das Warten auf neue Mitteilungen über den Werdegang oder Abschluss des Insolvenzverfahrens.

Ihre „Finanzeule“ Anita Görner

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crico
Gast
crico

Wieso kann das Praktiker-Papier nicht steuerlich als Verlust angesetzt werden?

Marc Schmidt
Admin

Wenn ein Papier nicht mehr handelbar ist, dann kann man es nicht mehr verkaufen, folglich kommt keine Abrechnung zustande und somit geht nichts mehr in den Aktien-Verrechnungstopf, was sich steuerlich auswirken könnte. Bleibt nur die Möglichkeit der wertlosen Ausbuchung. Manche Gesellschaften sind nicht mehr existent, aber buchen nicht aus, oder vielleicht mal nach Jahren. Das wäre unserer Ansicht nach die einzige Option. Details sollte ein Steuer-Experte klären.

RS
Gast
RS

Hallo, dem Kommentar von Herrn Schmidt kann ich mich nur anschließen. Es gibt offenbar doch noch einige Aktienbesitzer, einschließlich mich welche die wertvollen Papiere im Depot haben. Seit fast einem Jahr werden die Aktien nicht mehr gehandelt, somit ist auch kein Verkauf möglich, welcher steuerlich angerechnet werden kann. Sollte es Möglichkeiten geben, bitte posten.
MfG, RS