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Im Alltag kaufen wir ständig Produkte und nehmen Dienstleistungen in Anspruch. Viele Unternehmen, die in Form einer Aktiengesellschaft geführt werden und deren Anteile an der Börse gehandelt werden, sind uns wenigstens vom Namen her bekannt. Wachstum, Rendite, Transparenz, Presseberichte, Geschäftsberichte, Dividenden sind hier Themen. Der Besuch einer Hauptversammlung kann interessant sein und eventuell sogar eine Bindung zwischen Anleger und Unternehmen herbeiführen oder verstärken.

Neben Aktien aus der ersten und zweiten Reihe gibt es auch Anteilscheine aus der dritten Reihe zu kaufen. So würde ich das bezeichnen und an meinen heutigen Gedanken hierzu möchte ich Sie gerne teilhaben lassen:

Die Investition in ein kleineres, unbekannteres oder vielleicht sogar neu gegründetes Unternehmen kann Chancen und Wachstumspotential eröffnen, was zu Rendite fürs Depot führt, oder im ungünstigen Fall aus finanzieller Sicht zum Desaster werden. Kleinere Anlagebeträge können freilich mit hochspekulativen Aktien, hier seien Pennystock-Aktien erwähnt, eventuell leichter verschmerzt werden als größere Geldsummen, falls sich das Investment negativ entwickelt, wobei die Höhe der Investitionssumme individuell als klein oder groß eingestuft werden kann.

Es macht bei Kaufsummen über einer Taschengeldzockerposition vermutlich Sinn, sich vorab Informationen zu beschaffen für die Kaufentscheidung oder Ablehnung. Unter die Lupe nehmen könnte man Punkte wie diese: Branche, Assets, Geschäftsmodell, Management, Zahlen und Ziele der Firma, Aktienanzahl und Aktionärsstruktur sowie Umsätze an der Börse. Wo hat die Firma ihren Geschäftssitz, innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union. Gibt es bei der Firmenadresse Büros mit Mitarbeitern vor Ort oder handelt es sich um eine sogenannte Briefkastenfirma. Wie ist die Erreichbarkeit, wer ist Ansprechpartner, existieren Beteiligungen oder verbundene Unternehmen. Obendrein könnten neben dem Lesen veröffentlichter Informationen auf Firmen-Internetseiten oder sonstigen Lektüren wie beispielsweise von Newslettern eigene Recherchen sich vielleicht als lohnenswert erweisen. Bei Käufen über ein online-geführtes Depot handelt man schließlich auch eigenständig.

Entwickelt sich die Firma gut und der Aktienpreis steigt, kann der Anleger zufrieden sein. Kommt ein Hype oder Zock, bei dem der Kurs explodiert, kann man sich sicherlich freuen, wenn man mit dabei ist und quasi den Lotterieschein richtig ausgefüllt hat. Aber auf der anderen Seite: welche Probleme könnten auftreten, die Zweifel aufkommen lassen oder das eingesetzte Kapital für einen langen Zeitraum blockieren oder verlustig erscheinen lassen? Dazu fallen mir ein paar Beispiele ein:

Eintritt unvorhergesehener Ereignisse. Beendigung des Börsenhandels. Die Firmen-Website löst sich in Luft auf. Veröffentlichungen erreichen Seltenheitswert. Angekündigte Maßnahmen werden nicht oder innert Frist umgesetzt. Ausstehende Geschäftsberichte. Schreiben bleiben unbeantwortet. Der Geschäftsgang und die Aussichten sind nicht mehr klar ersichtlich. Die persönlichen Fragezeichen im Kopf häufen sich.

Wer interessiert sich dafür oder hilft? Aktionärsschutzverein, Anwalt, Medien oder niemand? Was könnte eine Prüfung oder Beauftragung kosten und welche Ergebnisse wären denkbar? Oder ist man einfach nur selbst schuld, weil man gekauft hat? Gute Ratschläge von Leuten, die im Wesentlichen sagen, man sollte das Geld abschreiben, machen es sicherlich nicht besser – und deren Geld ist es auch gar nicht.

Was bleibt ist neben Wertminderung in der eigenen Kasse und entsprechenden persönlichen Emotionen vermutlich nur Abwarten und natürlich die Hoffnung auf bessere Zeiten bzw. einen Turnaround oder auch ein Comeback. Abgesehen von der Möglichkeit seiner Bank einen Auftrag auf wertlose Ausbuchung zu erteilen.

FAZIT. Informationen sind wichtig, und schließlich dürfte wohl niemand Geld übrig haben, um es aus dem Fenster zu werfen, im übertragenen Sinn.

Selbst kann man sich beispielsweise gut informieren und vielleicht auch Gespräche führen in Sachen Finanzen und Geldanlage auf Messen. Vom 13. – 14. April 2018 findet in Stuttgart die INVEST statt. Auch die marktEINBLICKE-Redaktion ist dort als Aussteller vertreten: Halle4, Stand 4B39. Eintrittskarten kann jeder von uns erhalten. Einfach ein Mail an invest@markteinblicke.de senden.

Bis bald,
Ihre „Finanzeule“ Anita Görner

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