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Die Aktienbörsen folgen zurzeit einem Trend, der jetzt wieder zunehmend abwärts gerichtet ist. Die Sogwirkung geht von den Technologieaktien aus, deren Geschäftsmodelle und hohe Bewertungen auf dem Prüfstand stehen. Die Investoren gehen aktuell vom Schlimmsten aus, was die Besteuerung von Technologiekonzernen und die Neuregelung des Welthandels anbelangt. Jeder weiß aber auch, dass die Kurse sich schnell erholen könnten, sollten die schlimmsten Befürchtungen nicht Realität werden.

Aber sich als Anleger einfach in aufbauende, schwungvolle Aufwärtstrends einzukaufen, klappt nicht mehr, da diese Erholungsversuche in den vergangenen Wochen immer wieder abrupt abgebrochen wurden. An den Börsen weht jetzt ein anderer Wind. Der Krug geht am Ende nur solange zum Brunnen, bis er bricht. Das kann man sowohl für die Februartiefs im Deutschen Aktienindex als auch bei den amerikanischen Indizes behaupten. Ohne ein Umschlagen der politischen Großwetterlage wird es vermutlich zum Bruch dieser Februartiefs kommen.

Schützenhilfe erhielt der DAX aber heute zunächst vom Euro. Das Währungspaar macht Anstalten für eine Trendwende, nachdem es bei 1,25 US-Dollar nicht mehr weiter nach oben laufen konnte. Bei einer Bestätigung der Unterstützung bei 1,2260 US-Dollar könnte der Euro allerdings wieder ein Signal für eine mittelfristige Dollar-Rally setzen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

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