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Bitcoin steht im Vergleich zu vielen anderen Kryptos noch relativ gut da. Das Minus von fast 60% ist zwar schmerzhaft, doch es geht viel schlimmer. Die gute Nachricht: Im April geht es wieder aufwärts.

Auch wenn die Verluste in den letzten drei Monaten erheblich waren, scheint Bitcoin noch ganz gut davongekommen zu sein. Anfang 2018 drohte Bitcoin sogar vom Thron der wertvollsten Kryptowährung gestoßen zu werden. Ripple schien unaufhaltsam. Inzwischen summiert sich das Minus bei Ripple auf 80 %.

Aufstieg und Fall so mancher Kryptowährung gehen Hand in Hand. Bitcoin ist zwar ebenfalls sehr volatil, doch im Vergleich zu anderen Kryptos ist er fast eine Art Stabilitätsanker. Trotz täglich neuer Kryptos, die angeblich besser, schneller und sicherer sind, bleibt Bitcoin der Platzhirsch.

Das alles hilft Anlegern wenig, wenn der Preis nur eine Richtung kennt: nach unten. Bitcoin mag weniger stark verlieren als andere Kryptos, aber nach unten geht der Preis trotzdem. Damit könnte schon ab nächster Woche Schluss sein.

Der Aufbau von Spekulationsblasen und deren platzen ist immer sehr ähnlich. Vergleicht man den Bitcoin-Kurs mit dem Nasdaq Composite (siehe Grafik), zeigen sich frappante Parallelen. Die Kurse verlaufen natürlich nicht deckungsgleich, doch im Kern sind sie gleich.

Grafik: GodmodeTrader.de

Am Anfang steht eine kontinuierliche Aufwertung, die sich kurz vor Platzen der Blase beschleunigt. Beim Nasdaq fand die Beschleunigung Ende 1998 statt und hielt etwas über ein Jahr an. Bei Bitcoin begann die Beschleunigung Ende September 2017 und fand im Dezember ihren Höhepunkt.

Auch nach dem Platzen der Blase bleibt der Kursverlauf sehr ähnlich. Der einzige Unterschied ist das Zeitfenster. Die Übertreibungsphase bei Technologieaktien dauerte länger als ein Jahr. Bei Kryptowährungen dauerte sie gerade einmal drei Monate. Es scheint alles im Zeitraffer abzulaufen.

Hält sich Bitcoin an den klassischen Boom-Bust Zyklus, ist der Spuk im April aller Voraussicht nach schon wieder vorbei. Das ist natürlich nur eine These. Sicher kann man sich der Sache überhaupt nicht sein. Keiner weiß, ob der Zeitraffer anhält oder ob Bitcoin lediglich die Blasenbildung schneller vollzogen hat und der Abwärtstrend zeitlich normal verläuft, also zwei Jahre lang.

Die Parallelen zu damals sind groß. Das ist auch kein Zufall. Die Systematik einer Übertreibung ist immer gleich. Dahinter stehen letztlich Menschen und deren Verhalten ist immer sehr ähnlich. Wenn die Herde erst einmal losrennt, gibt es kein Halten mehr. Das gilt unabhängig vom Asset, ob Bitcoin oder Technologieaktien.

Sicherheit über den zukünftigen Verlauf gibt es nicht. Es lohnt sich aber, im April ganz genau hinzuschauen. Bildet der Kryptomarkt einen Boden, darf man zwar nicht erwarten, dass es gleich wieder innerhalb eines Jahres 1.000 % nach oben geht, dafür aber sollten die Kursgewinne nachhaltiger sein.

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Autor: Clemens Schmale, Finanzmarktanalyst bei GodmodeTrader.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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