Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Das erste Investmentquartal 2018 war aus Sicht eines DAX-Anlegers kein erfreulicher Jahresauftakt. Ein Minus von 6,4 Prozent ist für ein Quartal zwar viel – aber es sind nur theoretische Werte. Langfristig orientierte Anleger starten dennoch entspannt ins zweite Quartal.

Die Stimmung. Fragt man derzeit die Anleger nach ihrer Stimmung, so kommt naturgemäß wenig Euphorie auf. Beispielhaft wird dies am aktuellen Citi-Investmentbarometer deutlich. Für die nächsten drei Monate gehen 49 Prozent der Befragten von einer Seitwärtstendenz der Aktienkurse aus (Q4 2017: 43 Prozent) und nur noch 27 Prozent rechnen mit steigenden Kursen auf den europäischen Aktienmärkten (Q4 2017: 46 Prozent). Mit 25 Prozent erwarten mittlerweile beinahe genauso viele Teilnehmer sinkende Kurse (Q4 2017: 11 Prozent).

Mittelfristig fallen die Einschätzungen der Befragten allerdings nach wie vor deutlich positiver aus: Die Hälfte der Umfrageteilnehmer (50 Prozent) rechnet mit steigenden Aktiennotierungen innerhalb der nächsten zwölf Monate (Q4 2017: 59 Prozent). Das Gesamt-Sentiment, das die Einschätzungen zu Aktien, Zinssatz, Öl sowie Gold aggregiert und Werte von -100 bis +100 Punkten einnehmen kann, liegt im ersten Quartal bei +22 Punkten. Es weist damit einen geringeren Wert auf als noch im Vorquartal mit +30 Punkten.

Die Tücken der Technik. Die ständige Verfügbarkeit von Internet, Smartphones & Co. und damit auch den aktuellen Aktienkursen verlockt sehr. Minutengenau lässt sich der Stand des Depots checken – ohne einen Sinn dahinter. Es sei denn man ist Daytrader. Das werden aber die wenigsten Leser sein. Von daher ist es für den langfristigen Investor egal, ob das aktuelle Quartal toll oder schlecht verläuft.

Tagesaktuelle Wasserstandsmeldungen verunsichern da mehr. Dennoch tauschen sich viele Anleger gerne über den aktuellen Depotstand aus. Für viele neue Investoren ist es derzeit schmerzlich zu sehen, dass das Depot auch einmal ins negative fallen kann. Das heißt aber nicht, dass die Aktienauswahl schlecht war. Marktschwankungen sind an der Börse normal und je eher man sich daran gewöhnt umso schneller kann man sich auf die positiven Aspekte der aktuellen Lage an den Börsen fokussieren, denn nur wer in Korrekturphasen kauft, hat die Chance, die von vielen Anlegern erhofften Überrenditen, auch tatsächlich zu erzielen.

Die Renditeerwartungen. Nach Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts im sogenannten DAX-Rendite-Dreieck lagen die jährlichen Renditen für 20-Jahres-Anlagezeiträume im DAX historisch betrachtet im Schnitt bei rund 9 Prozent. Das eingesetzte Vermögen verdoppelt sich bei dieser Wertentwicklung etwa alle 8 Jahre.

Verluste mussten die Anleger über solche Langfrist-Zeiträume in der Vergangenheit gar nicht fürchten. Im Gegenteil: Im schlechtesten vom Rendite-Dreieck erfassten 20-Jahreszeitraum lag die jährliche Rendite immerhin bei fast 6 Prozent. Für die Verdoppelung des Vermögens benötigte der Anleger dann rund 13 Jahre. Wer also mehr als diese Durchschnittsrenditen erzielen möchte, sollte nicht nur in Schönwetter-Phasen sein Depot aufstocken, sondern auch und gerade wenn es mal nicht so rund läuft. Auswahl gibt es bekanntlich genug.

FAZIT. Anleger sollten nie ihre eigenen Emotionen unterschätzen. Einen Depotstand im Minus zu sehen, muss man aushalten können und nicht sofort zur Verkaufsorder greifen. Auch wenn die Transaktionsaktionskosten dank eines Depot-Vergleichs günstig sein sollten. Stattdessen heißt es eher: Positionen aufbauen und liegen lassen. Manch einer spricht vom sammeln in diesem Zusammenhang. Ein Vergleich der uns gut gefällt.

Die aktuelle Marktlage ist vielleicht für den ein oder anderen Anleger auch ein Ansporn sich noch einmal mit Börsenliteratur zu beschäftigen. Wir haben einige interessante Bücher zusammengestellt, die nicht nur die Grundlagen vermitteln, sondern auch darüberhinaus das Vertrauen in die Aktie stärken.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG


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