Bildquelle: markteinblicke.de

Die Lohnsteigerungen wie erwartet und weniger Stellenschaffungen als gedacht – die Arbeitsmarktdaten aus den USA sind eigentlich genau so ausgefallen wie sie die Märkte wollen. Schließlich deutet diese Kombination darauf hin, dass die US-Notenbank wenig Eile haben wird, die Zinsen schneller anheben zu müssen. Insofern ist es folgerichtig, dass die Börsen nach den Daten ihre Gewinne der beiden vergangenen Tage zumindest halten.

Beim Handelsstreit zwischen China und den USA allerdings lehnen sich die Anleger ein wenig weit aus dem Fenster, denn die Gespräche haben noch gar nicht begonnen. So weiß man auch erst Recht nicht, ob diese gütlich verlaufen werden. Die Wall Street preist aktuell harte Verhandlungsgespräche, aber keinen Handelskrieg in die Kurse ein.

Aber andererseits wollen die Investoren mögliche Anstiege nicht verpassen. Dass die Angst, etwas zu verpassen, immer noch an der Wall Street zu spüren ist und das Handeln bestimmt, ist ein gutes Zeichen. Die Käufer sind weiterhin da und die Märkte sind trotz schlechter Nachrichtenlage bereit zu steigen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / markteinblicke.de

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei