Märkte am Montag: Chinas Konjunkturdaten fallen uneinheitlich aus

Erholungsversuch im DAX | Big Tech dominiert das Bild

Bildquelle: markteinblicke.de

Zum Ende der Vorwoche konnte der NASDAQ Composite zum fünften Mal in Folge den Handel auf einem Rekordstand beenden. Allerdings ist die gute Performance vor allem Big Tech zu verdanken. Smallcaps gehören zu den Underperformern.

Heute setzten zunächst Gewinnmitnahmen ein, die jedoch schnell wieder vergessen waren. Der NASDAQ Composite notierte zuletzt 0,7 Prozent fester bei 17.804 Punkten. Im S&P 500 lag das Plus bei 0,6 Prozent auf 5.462 Punkte, während der Dow Jones 0,3 Prozent auf 38.692 Punkte zulegte.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Börsen präsentierten sich uneinheitlich. Während der japanische Nikkei 225 1,8 Prozent auf 38.102 Punkte verlor, drehte der Hongkonger Hang Seng Index ins Plus. Zuletzt lagen die Kursgewinne bei 0,1 Prozent auf 17.945. Im Fokus standen chinesische Konjunkturdaten.

Die chinesischen Einzelhandelsumsätze kletterten im Mai um in China haben im Mai gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent. Erwartet wurde lediglich ein Anstieg um 3 Prozent. Allerdings wuchs die Industrieproduktion mit einem Plus im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent und damit schwächer als erwartet (6 Prozent).

So steht´s um den DAX

Nach dem Kursrücksetzer zum Ende der Vorwoche zeigte sich der DAX am Montag leicht erholt. Das Plus lag zuletzt bei 0,37 Prozent auf 18.068,21 Punkte. Zu den Top Performern gehörten an der Indexspitze Deutsche Börse, Zalando und Rheinmetall, während Bayer, Adidas und Sartorius Ende am Indexende zu finden waren.

Die Helaba-Analysten sehen ein technisch von Risiken geprägtes Bild. „Der DAX liegt unterhalb der 21- und der 55-Tagelinie und auch das 61,8 %-Retracement bei 18.110 konnte nicht genügend Halt geben. Sollte die 100-Tagelinie bei 17.937 ebenfalls durchbrochen werden, müssen Verluste bis 17.626, dem Tief von Mitte April, ins Kalkül gezogen werden“, heißt es in ihrer Analyse.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Können die Blue Chips an der 18.000er-Marke nach oben abfedern und eine Gegenreaktion auf die jüngsten Kursverluste anstoßen, sollte es zunächst zurück über das Verlaufshoch vom 15. April bei 18.192 und die beiden Tops von Ende April bei 18.226/18.336 gehen. Darüber müsste dann der kurzfristige GD50 (aktuell bei 18.344) überboten werden, der zusammen mit dem Tief vom 4. Juni (18.366) und der Januar-Aufwärtstrendgerade einen Bremsbereich bildet. Die nächsten Hürden wären anschließend am Verlaufshoch vom 4. April bei 18.427 und am Top vom 2. April bei 18.567 zu finden.

Das Short-Szenario: Fällt der DAX jedoch per Tagesschluss unter 18.000 Punkte zurück, müsste bereits auf den GD100 (17.937) geachtet werden. Unterhalb des mittelfristigen Durchschnitts würden die beiden Tops vom 7. und 1. März (17.879/17.817) in den Fokus rücken, ehe über eine Ausweitung der Verkäufe bis an das Korrekturtief vom 19. April bei 17.627 nachgedacht werden müsste. Verlieren die Kurse diesen Halt, könnte das Gap vom 22. Februar bei 17.118 geschlossen werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9K1R 15.828,14 8,24 21,85 EUR
Turbo OS UL9Y8W 16.540,64 12,21 14,75 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UH4EA9 20.181,85 8,25 21,81 EUR
Turbo OS UM5UJT 19.475,01 12,20 14,76 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 17.06.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

In dieser Woche werden Anleger hierzulande unter anderem auf die ZEW-Konjunkturerwartungen schauen. Diese werden am morgigen Dienstag veröffentlicht. Zum Ende der Woche stehen einige europäische Einkaufsmanagerindizes im Fokus.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2024 an der Frankfurter Börse