Danaher: „Klare Tendenz nach oben“

Danaher musste vor allem nach COVID-19 mit einigen Herausforderungen fertig werden. Nun zeigen jedoch wichtige Bereiche Erholungstendenzen.

Bild: Pressefoto Danaher

Die Künstliche Intelligenz erfasst sämtliche Branchen. Entsprechend ernannte Danaher (WKN: 866197 / ISIN: US2358511028) jüngst Martin Stumpe zum neuen Chief Data & Artificial Intelligence (AI) Officer.

Die neue Stelle wurde unter anderem geschaffen, weil der auf den Gesundheitssektor fokussierte Mischkonzern die potenziellen Auswirkungen von KI auf die biopharmazeutische Forschung und Entwicklung besser verstehen möchte.

Danaher überrascht positiv

Danaher sieht sich führend in den Bereichen Biowissenschaften und Diagnostik. Die Produkte und Dienstleistungen sollen unter anderem dazu beitragen, schnellere und genauere Diagnosen zu ermöglichen und den Zeit- und Kostenaufwand für die nachhaltige Entdeckung, Entwicklung und Bereitstellung lebensverändernder Therapien zu reduzieren.

Allerdings erlebten viele Bereiche nach einer gewissen Hochphase zu Zeiten der Corona-Pandemie eine Delle. Im ersten Quartal 2024 gab es jedoch einige Anzeichen dafür, dass sich gerade im Geschäft mit der Biotech-Industrie ein Turnaround zeigen könnte. So schaffte es Danaher zu Jahresbeginn besser abzuschneiden als es der Markt erwartet hatte.

Danaher sichert sich weitere Marktanteile

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,92 US-Dollar, gegenüber Konsensschätzungen von 1,71 US-Dollar. Die bereinigten Umsatzerlöse im Kerngeschäft fielen im Vorjahresvergleich um 4 Prozent, während Analysten im Schnitt sogar einen Rückgang um 6,5 Prozent befürchtet hatten.

Rainer M. Blair, President und CEO sprach von einem guten Start ins Jahr 2024. So habe man mehr Umsatz, Gewinn und Cashflow als erwartet erzielt. „Besonders erfreulich waren die sich verbessernden Auftragstrends in unserem Bioprocessing-Geschäft, und wir glauben, dass wir in unserem Molekulardiagnostik-Geschäft bei Cepheid weiter Marktanteile gewinnen konnten“, so Blair.

Wichtige Wende

Im Jahresverlauf soll sich eine weitere Stabilisierung ergeben. Für das zweite Quartal 2024 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang des bereinigten Kernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Mit Blick auf das Gesamtjahr soll sich der Rückgang nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen. In der Zwischenzeit können sich Anleger über eine trotz der schwierigen Marktphase bestätigte Dividende freuen.

Anfang Mai wurde diese erneut für das Quartal bei 27 Cents festgesetzt. Freude dürfte bei Anlegern auch über eine weitere Kurserholung herrschen. Nach einem schwierigen Jahresauftakt liegt der Kursgewinn seit Anfang 2024 inzwischen bei rund 9 Prozent. Barclays-Analyst Luke Sergott sieht einer weitere Erholung bis auf 270,00 US-Dollar.

So hätten die Auftragseingänge des Unternehmens zuletzt über den Erwartungen gelegen. TD Cowen-Analyst Dan Brennan traut der Aktie sogar den Sprung auf 290,00 US-Dollar zu. Während die 2024er-Prognose weitgehend beibehalten worden sei, sieht der Analyst „eine klare Tendenz nach oben“, da die Wende in der Bioproduktion beginnen würde und der Bereich Life Science ebenfalls Stärke zeige.

Mein Fazit

Viele Marktteilnehmer dürften sich ein höheres Tempo bei der Erholung gewünscht haben, allerdings scheint der Turnaround bei Danaher in wichtigen Bereichen erkennbar zu sein.

Wer nicht nur auf Danaher, sondern gleich auf mehrere Unternehmen setzen möchte, die „wegen ihrer herausragenden Geschäftsmodelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in mehr als 100 Jahren noch erfolgreich am Markt agieren werden“, sollte einen Blick auf das Morgan Stanley Indexzertifikat (WKN: DA0ABN / ISIN: DE000DA0ABN5) auf den „Aktien für die Ewigkeit Index“. werfen. In diesem sind neben der Danaher unter anderem auch Apple, Costco, Walmart und Linde vertreten.