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Am Nachmittag ging dem Deutschen Aktienindex dann doch etwas die Luft aus. Der Einbruch des russischen Aktienmarktes und des Rubel sorgten für Unsicherheit.

Und auch der Euro hat im Bereich 1,2260 US-Dollar das zweite Mal in einem Monat weitere Verluste abgelehnt und beginnt erneut zu steigen. Hier könnte sich eine Eindeckungsrally entwickeln, wenn diese Dynamik anhält. Zumal könnte die Gemeinschaftswährung bei weiterer Rubelschwäche zu einer Art Fluchtwährung werden. Das wäre dann eine schlechte Nachricht für den DAX, der seit Jahresbeginn immer wieder sehr empfindlich auf einen starken Euro reagierte.

Dass Peking in den wachsenden Spannungen mit Washington nun auch die Taiwan-Frage mit einfließen lässt, öffnet neben Syrien jetzt unmittelbar einen weiteren geopolitischen Nebenkriegsschauplatz, der die Risikobereitschaft an den Aktienbörsen begrenzen könnte. Die Situation scheint sich für den Moment von Woche zu Woche weiter einzutrüben, was am Ende wohl auch in den Konjunkturdaten ablesbar sein dürfte.

Die Aktie der Deutschen Bank war heute die Aktie des Tages im DAX. Jetzt wird jemand an die Spitze des größten deutschen Bankhauses gehoben, der schon fast sein ganzes Leben dort arbeitete. Das weckt Vertrauen bei den Aktionären, dass jetzt die richtigen Schritte ergriffen werden, um den Turnaround zu schaffen. Die Kursgewinne in der Aktie der Deutschen Bank sorgten zumindest heute Morgen noch für gute Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Aber auch hier schmolz mit dem Gesamtmarkt das Plus im Handelsverlauf zusammen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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