Märkte am Mittwoch: Europäische Aktien werden attraktiver

NVIDIA erobert den Thron | Weitere Stimmungsaufhellung unter professionellen Anlegern | SMA Solar gerät unter die Räder

Bildquelle: markteinblicke.de

Während die US-Börsen am heutigen Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen bleiben, wurde die Rekordjagd gestern fortgesetzt. Die Zuwächse hielten sich in Grenzen, trotzdem konnte der S&P 500 bereits zum 31. Mal in diesem Jahr auf Rekordniveau schließen.

Das Plus lag bei 0,3 Prozent auf 5.487 Punkte. Der NASDAQ Composite legte zwar nur minimal um 0,03 Prozent auf 17.862 Punkte zu, trotzdem reichte es für das siebte Rekordhoch in Serie. Im Dow Jones lagen die Zuwächse bei 0,2 Prozent auf 38.834 Zähler.

Einmal mehr waren die KI- und Tech-Werte die Outperformer. Dies sorgte sogar dafür, dass sich NVIDIA (WKN: 918422 / ISIN: US67066G1040) an Apple und Microsoft vorbeischieben und zum wertvollsten Konzern auf diesem Planeten aufsteigen konnte.

Der Blick nach Asien

Die asiatischen Märkte zeigten sich am Mittwochmorgen uneinheitlich. Während der japanische Nikkei 225 um 0,2 Prozent auf 38.570 Punkte zulegen konnte, schoss der Hongkonger Hang Seng Index sogar um 2,6 Prozent auf 18.386 Zähler in die Höhe. Dagegen wies der chinesische Festlandindex CSI 300 leichte Verluste von 0,4 Prozent aus.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigte sich am Mittwoch wenig bewegt. Das Minus lag am Ende bei 0,35 Prozent auf 18.067,91 Punkte. Laut Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, würde sich laut einer Umfrage unter Fondsmanagern die Stimmung unter professionellen Anlegern weiter verbessern. Diese hielten so wenig Cash wie seit drei Jahren nicht mehr. Obwohl die Portfolios noch ein deutliches Übergewicht an Anleihen aufweisen würden, werde dieses aktuell abgebaut.

„Die frei werdenden Mittel werden bevorzugt in Aktien investiert. Im vergangenen Monat zunehmend in der Eurozone, wobei europäische Aktien so stark übergewichtet werden wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Generell bevorzugen die Anlageexperten Aktien in den Wachstumssektoren Technologie, Banken und Kommunikationsdienstleistungen, während der Rohstoffsektor und die Versorger untergewichtet werden – ich sehe es ähnlich wie die Kollegen“, so der Marktexperte.

Aus Sicht der Helaba-Analysten ist derzeit positiv hervorzuheben, dass sowohl das 38,2 %-Retracement des Aufwärtsimpulses von Januar bis Mitte Mai bei 17.919 gehalten hat, sowie die 100-Tagelinie, die heute bei 17.961 verläuft. „Noch aber ist die Gefahr nicht gebannt und sollten die Unterstützungen doch noch unterschritten werden, würde Potenzial bis 17.875 und folgend bis zum Apriltief bei 17.626 entstehen. Widerstand zeigt sich am gestrigen Hoch bei 18.214 und am 55-Tagedurchschnitt bei 18.335“, heißt es weiter.

Im DAX gehörten Siemens Energy, BMW und Mercedes-Benz zu den größten Gewinnern. Am Indexende waren Qiagen, Sartorius und Infineon zu finden. In der zweiten Reihe stürzte die Aktie von SMA Solar (WKN: A0DJ6J / ISIN: DE000A0DJ6J9) wiederum regelrecht ab. Schuld ist eine Prognosesenkung des Photovoltaikspezialisten.

So handeln Sie den DAX

Bei der UBS sah man für den heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Das Long-Szenario: Auf der Oberseite können die ersten Hürden weiterhin am Verlaufshoch vom 15. April bei 18.192 sowie an den beiden Tops von Ende April bei 18.226/18.236 angetragen werden. Oberhalb dieses Levels würde die kurzfristige 50-Tage-Linie (aktuell bei 18.338) mit dem Tief vom 4. Juni (18.366) den nächsten Bremsbereich bilden, ehe die Januar-Aufwärtstrendgerade und das Verlaufshoch vom 4. April bei 18.427 überboten werden müssten. Der nächste Widerstand wäre am Top vom 2. April bei 18.567 zu finden.

Das Short-Szenario: Die erste Haltelinie kann dagegen weiterhin an der 18.000er-Marke festgemacht werden; ein Tagesschluss unterhalb dieses Niveaus dürfte einen Test der Unterstützung aus dem mittelfristigen GD100 (17.961) und dem aktuellen Juni-Tief begünstigen. Darunter wäre ein Rücksetzer an die beiden Tops vom 7. und 1. März (17.879/17.817) möglich, bevor eine Korrektur bis an das April-Tief bei 17.627 einkalkuliert werden müsste. Darunter könnte das offene Gap vom 22. Februar bei 17.118 geschlossen werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UL9CBD 16.036,30 8,53 21,26 EUR
Turbo OS UL9S21 16.714,92 12,51 14,49 EUR
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel Briefkurs
Turbo OS UM4NP2 20.308,37 8,42 21,56 EUR
Turbo OS UM448J 19.622,43 12,34 14,71 EUR

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 19.06.2024, 7:00 Uhr

Die Datenlage an und abseits der Börse

Die Flut an Konjunkturnachrichten hält sich heute eher in Grenzen. Es wird lediglich am Nachmittag der NAHB Wohnungsmarktindex (Juni) veröffentlicht.

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